Österreichs Bevölkerung schätzt Wälder als Erholungsräume. Das zeigt eine Umfrage von Foresight für die Österreichischen Bundesforste (ÖBf). Demnach halten sich sechs von zehn Befragten mehrmals pro Monat im Wald auf.
„Neun von zehn fühlen sich nach einem Aufenthalt allgemein besser“, sagte ÖBf-Vorstandssprecher Georg Schöppl am Montag. Zu den beliebtesten Aktivitäten gehören laut der Umfrage Spazierengehen oder Wandern (82 Prozent), jede zweite Person will sich erholen. Nur ungefähr jede sechste Person läuft oder trainiert im Wald. 13 Prozent sind mit Mountainbike beziehungsweise Fahrrad unterwegs. Manche gehen auf Skitour oder mit Schneeschuhen wandern, ein kleiner Teil reitet.
Viele Befragte haben das Gefühl, dass immer mehr Menschen im Wald unterwegs sind. Dabei haben etwa zwei Drittel den Eindruck, dass sich andere an Regeln halten. Damit sind zum Beispiel Vorschriften für das Unterwegssein mit Hunden und das Radfahren beziehungsweise Mountainbiken gemeint. Mehr als 80 Prozent halten „verbindliche Spielregeln“ für nötig.
„Umbau zu artenreichen Mischwäldern“
Die Befragten gaben an, dass sie den Wald zum Krafttanken und Abschalten, für Bewegung im Freien, aber auch als kühle Umgebung an Hitzetagen nutzen würden. Einige sehen die Klimakrise als Herausforderung für Österreichs Wälder. „Wir arbeiten mit aller Kraft weiter am Umbau der Wälder hin zu artenreichen Mischwäldern, die mit den klimatischen Bedingungen zurechtkommen und uns bei der Bewältigung der Klimakrise helfen“, sagte Andreas Gruber, ÖBf-Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz.
Die Bundesforste kümmern sich um 15 Prozent der Waldfläche Österreichs, mit 850.000 Hektar sind sie der größte Naturraumbewirtschafter des Landes.
An der Waldumfrage nahmen 1015 Personen in Österreich ab 16 Jahren teil.
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