Hitziger Overtime-Krimi zwischen 99ers und Black Wings wurde erst in der 88. Minute entschieden. Der Ausgleich in letzter Minute der regulären Spielzeit schockte die Grazer. Die Viertelfinal-Serie ist jetzt wieder völlig offen.
Die Serie zwischen den 99ers und den Black Wings ist nichts für schwache Nerven! Zwei Tage nach dem Overtime-Krimi in Graz, fiel am Donnerstagabend die Entscheidung in Linz erneut erst in der zweiten Verlängerung, setzten sich die Gastgeber mit 3:2 durch.
Rasante Anfangsminuten
Der Auftakt ließ Erinnerungen an die 15-Tore-Schlacht vor vier Tagen aufkommen: Ein Weitschuss von Nico Brunner prallte von Michi Schiechls Schlittschuh ab und sprang Sam Antonitsch vor die Schaufel – 1:0 nach sechs Minuten! Nur zwei Minuten später glich Shawn St-Amant für die Hausherren aus, die nach weiteren zwei Minuten aber schon wieder zurücklagen, als Lukas Kainz nach einem Abpraller aus kurzer Distanz verwandelte.
Doch dann rissen sich die Defensiven beider Teams zusammen, lieferten sich vor allem im torlosen Mitteldrittel einen sehr taktisch geprägten Schlagabtausch. 99ers-Goalie Jonas Gunnarsson konnte sich mehrfach auszeichnen und den Schatten der Auftakt-Partie, als ein Viertel der Linzer Schüsse den Weg ins Netz gefunden hatte, endgültig abschütteln.
Ausgleich in letzter Minute
In der 45. Minute lag den Fans der Black Wings ein Torschrei auf den Lippen, doch Gunnarsson entschärfte Andi Kristlers Schuss aufs offene Tor mit der Parade des Abends. 42 Sekunden vor dem Ende war der Schwede aber machtlos – mit sechs Black Wings am Eis glich Collins gegen vier Grazer aus!
In der hitzigen Schlacht schmolz vor Overtime-Start sogar das Eis dahin, die Entscheidung fiel erst in der 88. Minute: St-Amant schoss die 99ers k. o.! Das vierte Spiel der Serie steigt am Samstag in der Merkur Eisarena (18.30).
ICEHL-Play-offs, 3. Spiel:
Black Wings – 99ers 3:2 (1:2, 0:0, 1:0, 0:0, 1:0)
Tore: 0:1 (6.) Antonitsch, 1:1 (8.) St-Amant, 1:2 (10.) Kainz, 2:2 (60., PP) Collins, 3:2 (88.) St-Amant.
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