Die steirische Populärmusik seit den 1950er-Jahren ist im 2007 gegründeten Rockarchiv versammelt. Im Museum für Geschichte hat es nun eine neue Heimat gefunden und ist eine Online-Fundgrube nicht nur für Musikfans.
Seit fast 20 Jahren sammeln David Reumüller, Gottfried Krienzer und Robert Lepenik alles, was mit steirischer Pop- und Rockmusik seit den 1950er-Jahren zu tun hat, in ihrem Rockarchiv. Jetzt ist diese digitale Goldgrube beim Universalmuseum Joanneum gelandet und ein lebendiger Teil des Museums für Geschichte geworden.
Nach einem aufwändigen Relaunch sind steirische Musiker, Bands, Studios, Clubs und Szene-Größen von einst bis jetzt für jedermann unter www.rockarchiv-steiermark.at abrufbar. Neben zahlreichen Fotos findet man dort Diskografien, Interviews, Filme, Tonbeispiele und Festivals, aber auch themenbezogene Online-Ausstellungen. Das Rockarchiv ist ein Work in Progress, es wird ständig erweitert. Aber eines zeigt es jetzt schon, das großartige Miteinander der steirischen Musiker und die Ausnahmesituation im Jahr 1984, das die steirische Musikgeschichte neu schrieb.
Zeitreise in die Popgeschichte
Vorgestellt wird dieser generalüberholte Online-Auftritt heute um 19 Uhr standesgemäß mit Musikern, Zeitzeugen und jeder Menge Erinnerungen. Durch den Abend führen David Reumüller, nicht nur Mitbegründer des Rockarchivs, sondern auch Musiker und Künstler, gemeinsam mit dem Schauspieler und leidenschaftlichen Sammler Johannes Silberschneider, dessen Alter Ego Johnny Silver seit den 1970ern als Sänger und Musiker die heimische Rockgeschichte aufmischte.
Katalog als Stimmungsbild
In diesem Rahmen wird mit fast fünf Jahren Verspätung auch der Katalog zur Ausstellung „Pop 1900-2000. Populäre Musik in der Steiermark“ präsentiert. Er entstammt ebenso wie die Schau, die 2019/2020 zu sehen war, aus der Zusammenarbeit von Reumüller mit Maria Froihofer und Karl Wratschko und zeichnet ein wunderbares Stimmungsbild, in dem Volksmusik auch problemlos als Rock ’n’ Roll durchgeht.
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