30.07.2013 09:31 |

"Ein lauter Tuscher"

Felsbrocken stürzt auf Einfamilienhaus in Kärnten

Familie Köstenbaumer, die in der Äußeren Einöde in Kärnten lebt, wird den Montagmorgen wohl nie wieder vergessen können: Ein 70 Zentimeter großer Felsen krachte nämlich in das Obergeschoß ihres Hauses. Der Brocken hatte sich bei Waldarbeiten in der Nähe des Gebäudes gelöst. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt.

Raimund Köstenbaumer (48, Bild) aus der Äußeren Einöde in der Gemeinde Treffen schildert die dramatischen Momente. Gegen 9 Uhr früh hatte er mit seiner Ehefrau Petra (45) im Garten gearbeitet, als plötzlich ein lautes Grollen vom angrenzenden Löschenberg zu hören war. "Wir haben beide nur noch geschrien. Wenige Sekunden später gab's plötzlich einen lauten Tuscher auf der anderen Seite des Hauses."

Als die Köstenbaumers Nachschau hielten, trauten sie ihren Augen nicht: Ein dicker Felsbrocken (Größe: 60 mal 70 Zentimeter) war gegen das Obergeschoß gekracht und hatte die Außenfassade sowie das Dach beschädigt. Zudem war ein weiterer Felsbrocken gegen die Rückwand der Garage gekracht.

"Wir haben Sicherungsmaßnahmen angeordnet"
Beamte der Polizei Sattendorf vermuten, dass sich die Steine bei Schlägerungsarbeiten auf dem Nebenhang gelöst haben dürften. "Wahrscheinlich rollte einer der Felsen in eine Einkehrung und wurde deshalb in die Luft katapultiert." Landesgeologe Franz Goldschmidt erkundete am Nachmittag den Hang: "Wir haben Sicherungsmaßnahmen angeordnet, damit nicht weitere Steine abrollen."

Die Forstarbeiten waren zuvor übrigens wochenlang ohne Zwischenfall im Gange und hätten am Montag beendet werden sollen. Den Köstenbaumers fällt ein Stein vom Herzen: "Wir sind einfach froh, dass wir das heil überstanden haben."

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