„Ich bin wohlauf“

Aktivist erklärte Salzburgs Erzbischof für tot

Salzburg
22.11.2025 08:00

Warum bloß? Ein italienischer Online-Aktivist erklärte Salzburgs Erzbischof Franz Lackner für tot. Ein makaberer Spaß und eine glatte Falschmeldung! Der Italiener hatte Salzburgs obersten Geistlichen schon öfters im Visier.

Vor ihm ist wirklich niemand sicher! Der Italiener Tommaso Debenedetti erstellt immer wieder gefälschte Internet-Profile von Prominenten und lässt diese dann den Tod anderer Berühmtheiten verkünden. Auffällig oft hat er es auf geistliche Würdenträger abgesehen – jetzt traf es zum wiederholten Mal Salzburgs Erzbischof Franz Lackner.

Debenedetti gab sich als der eben ernannte Wiener Erzbischof Josef Grünwidl aus und erklärte via X: „Traurige Nachricht. Franz Lackner, Erzbischof von Salzburg und Präsident der Österreichischen Bischofskonferenz, ist vor wenigen Minuten in Rom plötzlich an einem Herzinfarkt verstorben.“ Selbstredend alles frei erfunden! „Ich bin wohlauf“, ließ der Erzbischof die „Krone“ wissen.

Diese Fake-Meldung stellte der Italiener ins Netz.
Diese Fake-Meldung stellte der Italiener ins Netz.(Bild: Screenshot)

Bereits im Frühjahr machte Lackner unliebsame Erfahrung mit den Online-Aktivitäten von Tommaso Debenedetti. Damals erstellte er für Salzburgs Erzbischof ein falsches Profil auf X und verkündete dort den Tod von Papst Franziskus. Dieser war damals aber noch am Leben.

Aktivist will Internetnutzer aufrütteln
Was Debenedetti damit bezweckt? „Ich willl zeigen, wie einfach es ist, sich in den sozialen Medien als wichtige Person auszugeben und Fake News zu verbreiten“, schilderte der Italiener der „Krone“ seine Beweggründe.

Der bekannte italienische Aktivist Tommaso Debenedetti hat im Internet ein Profil für Josef ...
Der bekannte italienische Aktivist Tommaso Debenedetti hat im Internet ein Profil für Josef Grünwidl erstellt.(Bild: zVg)

Manchmal hat der Italiener damit durchaus Erfolg. 2022 gab er sich als österreichischer Minister aus und ließ auf Alt-Bundeskanzler Franz Vranitzky (SPÖ) sterben. Parteikollegin Gabriele Heinisch-Hosek fiel auf die Falschmeldung herein. Auf ihr Geheiß hielt der Sozialausschuss des Nationalrates gar voreilig eine Schweigeminute für Vranitzky ab.

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