Täter erschossen
USA: Sieben Tote bei Amoklauf in Wohnkomplex
"Wir haben kein klares Motiv", meinte ein Polizeisprecher der Stadt Hialeah nach dem stundenlangen Nervenkampf - die Polizei hatte mehrere Male versucht, den 42-jährigen Bewohner Pedro Vargas zum Aufgeben zu überreden. "Das war ein irrationaler Akt", so der Polizist weiter, der außerdem angab, der Schütze habe keinerlei Vorstrafen gehabt. Es wird vermutet, dass der Amoklauf durch einen Mietstreit ausgelöst wurde.
Wohnung in Brand gesteckt und danach Feuer eröffnet
Das Blutbad hatte am späten Freitagabend begonnen, als der 42-Jährige seine Wohnung im vierten Stock in Brand steckte. Der Hausverwalter und seine Frau sahen das Feuer und eilten zur Wohnung. Plötzlich öffnete Vargas die Tür und schoss beide nieder. Danach sei der Mann wieder in sein Apartment gegangen und habe vom Balkon aus auf Passanten und Einsatzkräfte geschossen, so die Polizei. Dabei wurde ein weiterer Anrainer getötet, der gerade vom Parkplatz zum Wohnkomplex unterwegs war.
Ehepaar und 17-jährige Tochter getötet
Danach sei der Amokläufer in den dritten Stock gestürmt, habe die Tür einer Wohnung eingetreten und habe ein in dem Apartment wohnendes Ehepaar und seine 17-jährige Tochter erschossen, berichtete der Polizeisprecher weiter. Auf seinem Weg in den fünften Stock lieferte sich Vargas mit Polizeikräften eine Schießerei. Dort angekommen, nahm er kurze Zeit später zwei Bewohner als Geiseln und verbarrikadierte sich in deren Wohnung.
Bis zuletzt "zu kämpfen bereit"
Nachdem stundenlange Verhandlungen der Polizei mit dem Mann gescheitert waren, stürmte ein SWAT-Spezialteam die Wohnung. Auch zu diesem Zeitpunkt sei der 42-Jährige noch "zu kämpfen bereit" gewesen und habe ausreichend Munition für seine Faustfeuerwaffe gehabt, erklärte die Polizei. Doch diese setzte dem Kampf ein tödliches Ende und erschoss den Amokläufer. Die beiden Geiseln konnten unversehrt gerettet werden.
Die Anrainer, die teilweise unter Schock standen und mit Tränen in den Augen den blutigen Polizeieinsatz verfolgten, waren danach genauso erleichtert wie die rund 100 Polizisten, die das gesamte Areal umstellt hatten.












Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.