Immer mehr Menschen zog es in den letzten zehn Jahren in die Bezirke um Wien. Oder auch in die größten Städte des Landes. Das Waldviertel hingegen verlor Einwohner.
Eines zeigt die Bevölkerungsbilanz der Statistik Austria für das weite Land ganz deutlich: Die Boom-Regionen grenzen allesamt an die Bundeshauptstadt. Die Bezirke Bruck an der Leitha (+14,42 %), Gänserndorf (+10,90 %) und Tulln (+10,42 %) schafften in den vergangenen zehn Jahren den Sprung über die 100.000-Einwohner-Marke. Auch die anderen Regionen im Wiener Umland weisen Bevölkerungszuwächse von mehr als 5 Prozent auf – mit Ausnahme von Mödling, was aber an den dortigen Grundstückspreisen liegen könnte.
Auch die großen Städte boomen
Ebenfalls deutlich überdurchschnittliche Zuwanderungsraten haben die beiden größten Städte Niederösterreichs zu verzeichnen. So legte die Landeshauptstadt St. Pölten seit 2015 mehr als 7000 Hauptwohnsitzer zu, was einem Plus von 13,29 Prozent entspricht. In Wiener Neustadt kratzt man mit einem Zuwachs von fast 6200 Bürgern (+14,4 %) an der 50.000er-Grenze.
Grenzregionen büßen Einwohner ein
Umgekehrt ist der Trend im vielzitierten ländlichen Raum. Der Bezirk Lilienfeld sowie die Grenzregionen im Waldviertel verzeichnen seit 2015 eine negative Bevölkerungsentwicklung, wobei der Bezirk Gmünd mit -4,89 Prozent am meisten geschrumpft ist. Auch die Bezirke Waidhofen an de Thaya, Horn und Zwettl weisen ein Bevölkerungsminus auf. Und sogar die Waidhofen an der Ybbs, die „ländlichste“ aller Statutarstädte Niederösterreichs, hat in den vergangenen zehn Jahren Einwohner verloren.
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