„Fahrt zur Hölle“
Mallorquiner protestieren gegen reiche Ausländer
Auf Mallorca protestieren Aktivistinnen und Aktivisten gegen reiche Menschen aus dem Ausland. Sie machen diese für die hohen Mietpreise und die Wohnungsnot verantwortlich. Protest-Graffitis gehören inzwischen immer mehr zum Stadtbild.
Auf der riesigen Kultfigur eines Stiers ist jetzt zum Beispiel „Rich Foreign Property Buyers – Go To Hell“ (auf Deutsch „Reiche ausländische Immobilienkäufer – fahrt zur Hölle“) zu lesen. Die Osborne-Stiere wurden in den 1950er-Jahren als Werbung für eine Brandy-Marke überall in Spanien aufgestellt, einige wurden später wieder abgebaut. Ungefähr 90 Exemplare sind heute landesweit noch zu sehen.
Die Einheimischen verärgert vor allem die Wohnungsnot, die sie auf die Zunahme von Ferienwohnungen zurückführen. Im vergangenen Jahr gab es immer wieder Kundgebungen, bei denen Touristinnen und Touristen auch beschimpft und mit Wasserpistolen bespritzt wurden. Die Urlaubsgäste werden zum Beispiel für höhere Preise in Restaurants, Staus, Lärm und Schmutz verantwortlich gemacht.
Hier sehen Sie ein Bild von der Protestaktion.
Demonstration im April
Der Tourismus macht in Spanien fast 14 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. In einigen Regionen ist der Anteil deutlich höher. Auf Mallorca und den restlichen Balearen-Inseln beträgt er rund 35 Prozent.
Verschiedene Organisationen haben für den 5. April zu Protestdemonstrationen gegen die Wohnungsnot im ganzen Land aufgerufen.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.