Wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung musste sich ein 43-Jähriger am Dienstag in Wels verantworten. Er habe seine dutzenden Nazi-Tätowierungen zur Schau gestellt und in Messengerdiensten Schriftverkehr mit klarem NS-Bezug geführt. Dafür wurde er im großen Schwurgerichtssaal zu einer Haftstrafe verurteilt.
Eine „Schwarze Sonne“ mit dem Schriftzug „Blut“ , den Schriftzug „2yt4u“ (too white for you), einen SS-Totenkopf, ein Abzeichen der sechsten SS-Gebirgs-Division „Nord“, ein „Eisernes Kreuz“, eine Lebensrune, die Schwarz-Weiß-Rote Flagge des Deutschen Reiches, zwei Wehrmachtssoldaten, das Symbol der Hitlerjugend.
Über mindestens 24 Jahre hinweg
Das sind nur einige der Tattoos mit klarem NS-Bezug, die sich ein 43-Jähriger nicht nur hatte stechen lassen, sondern auch im Zeitraum von mindestens 2001 bis jetzt immer wieder stolz herzeigte. Außerdem legte ihm die Anklage zur Last, auch auf WhatsApp Nachrichten mit nationalsozialistischen Inhalten verschickt zu haben.
Urteil bereits rechtskräftig
Dafür musste er am Dienstag im großen Schwurgerichtssaal am Landesgericht Wels geradestehen. Früher als erwartet hatten die Geschworenen das Urteil gefällt: 18 Monate bedingte Haft bei einer Probezeit von zwei Jahren. Außerdem wurde für den rechtskräftig verurteilten Neonazi Bewährungshilfe angeordnet. Der Strafrahmen betrug ein bis zehn Jahre Haft.
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