Die Einsatzkräfte mussten am Freitagabend in Laßnitzhöhe (Steiermark) ausrücken: Ein Mann (38) war im alten, baufälligen Schwimmbad vom Dachboden gestürzt. In dem „Lost Place“ kommt es immer wieder zu Einsätzen. Bei einem ähnlichen Unfall in Niederösterreich war erst vor Kurzem eine 15-Jährige gestorben.
Dieser Einsatz erinnert an einen tragischen Unfall, der erst am 6. Februar für Entsetzen in Niederösterreich sorgte: Ein Mädchen (15) war beim Erkunden der ehemaligen Zementfabrik in Kaltenleutgeben (Bezirk Mödling) tödlich abgestürzt. Der „Lost Place“ – das sind verlassene, oft baufällige Orte – war abgesperrt.
Am Freitagabend wurden die Einsatzkräfte aus dem steirischen Laßnitzhöhe zum alten Schwimmbad alarmiert. Ein 38-jähriger Mann war vom Dachboden des ebenfalls gesperrten, baufälligen Gebäudes gestürzt. Scheinbar wollte er auf eine rostige Leiter steigen. Er wählte selbst den Notruf.
„Am Einsatzort begannen zwei Trupps sofort mit der Suche nach dem Verletzten im Gebäude. Zeitgleich traf die Mannschaft des Roten Kreuzes ein, die die Person schließlich auffinden konnte“, schildert die Feuerwehr.
Zugang zu Schwimmbad freigeschnitten
Der Mann konnte scheinbar nicht mehr selbst aufstehen, er wurde unbestimmten Grades verletzt. Die Einsatzkräfte mussten ihn mit einer Schleifkorbtrage aus dem Gebäude bringen, nachdem sie mit einer Motorsäge den verwachsenen Zugang zum Schwimmbad freigeschnitten hatten.
Immer wieder Einsätze
Für die Feuerwehr war es nicht der erste Einsatz an diesem „Lost Place“. „Wir sind dort immer wieder, manchmal kommt auch nur die Rettung, weil sich jemand geschnitten hat oder Ähnliches. Auch Feuer wurden schon gelegt“, sagt Stefan Gerger von der FF Laßnitzhöhe, der warnt, die Ruine auf keinen Fall zu betreten: „Das ist sehr gefährlich.“
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