18.07.2013 12:29 |

Hilfe kam zu spät

56-jähriger Steirer stirbt in brennender Wohnung

Ein 56-Jähriger ist in der Nacht auf Donnerstag bei einem Wohnungsbrand in der Steiermark ums Leben gekommen. Der Mann war mit einer brennenden Zigarette im Bett eingeschlafen, woraufhin das Schlafzimmer Feuer fing. Der Mann wachte auf, konnte sich aber aufgrund der starken Rauchentwicklung nicht mehr selbst aus der Wohnung retten. Ein Bewohner des Hauses bemerkte den Brand und alarmierte die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte konnten den 56-Jährigen jedoch nur noch tot bergen.

Der Mann bewohnte laut Polizei alleine das Obergeschoß eines dreistöckigen Wohnhauses in Fötschach im Bezirk Leibnitz. Das Erdgeschoß ist an deutsche Touristen vermietet, die, als das Feuer ausbrach, jedoch nicht zu Hause waren.

Dichter Rauch und meterhohe Flammen
Gegen 2 Uhr kam einer der Deutschen, ein 53-jähriger Mann, zu dem Haus zurück. Er bemerkte den Brandgeruch und sah bereits Rauch aus dem Obergeschoß aufsteigen. Der Mann schrie in Richtung Balkon, woraufhin der 56-Jährige laut Polizei antwortete, dass "alles schon passe". Binnen Sekunden wurde der Rauch dichter und meterhohe Flammen stiegen aus dem Schlafzimmer.

Der deutsche Tourist alarmierte umgehend die Feuerwehr und rief den Hausbesitzer, der unmittelbar nebenan wohnt, um Hilfe. Gemeinsam traten die Männer daraufhin die von innen versperrte Tür der brennenden Wohnung ein. Zu diesem Zeitpunkt war der Rauch jedoch schon so dicht, dass sie nicht weiter in das Gebäude vordringen konnten.

56-Jähriger an Rauchgasvergiftung gestorben
Der 56-Jährige dürfte sich in der Zwischenzeit bis zur Küche vorgekämpft haben. Dort fanden die Einsatzkräfte der Feuerwehr den Mann leblos am Boden liegend. Er dürfte den Rauch unterschätzt haben und es aus eigener Kraft nicht mehr aus dem Haus geschafft haben. Der Mann wurde sofort ins Freie gebracht, der Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod feststellen. Der 56-Jährige hatte eine Rauchgasvergiftung erlitten.

Durch den Brand wurden das Obergeschoß und das Dach des Hauses erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die exakte Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt, dürfte aber zwischen 50.000 und 80.000 Euro liegen.

Sonntag, 28. Februar 2021
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