Des schweren Betruges wurde ein Mann (47) am Mittwoch am Landesgericht Innsbruck schuldig gesprochen. Trotz seiner Massage-Tätigkeit hatte er jede Menge staatliche Hilfen kassiert. Er zeigt Reue.
Von Juni 2021 bis April 2024 hatte der Mann von AMS, ÖGK und dem Amt der Tiroler Landesregierung zu Unrecht regelmäßig Zahlungen erhalten. Die Schadenssumme: stolze 60.000 Euro. An dieser Summe und der Sache an sich versuchte der Angeklagte erst gar nicht zu rütteln. „Ich hätte diese Gelder nicht erhalten sollen“, sagte er unumwunden zu Richter Andreas Mair und den Schöffen und bekannte sich vollumfänglich schuldig.
Ich hätte diese Gelder nicht erhalten sollen.
Der Angeklagte
Den Behörden die Einkünfte aus seiner selbstständigen Tätigkeit als Masseur zu verschweigen und dadurch zu Unrecht Gelder zu kassieren, sei „schlicht falsch“ gewesen. Gründe für dieses folgenschwere „Versäumnis“ wusste der 47-Jährige dennoch zu nennen: „In diesem Zeitraum habe ich finanziell um die Existenz von mir und meinen Kindern gekämpft“, gab er zu Protokoll. Zudem habe er eine schlimme Trennung durchmachen müssen und sei außerdem in psychiatrischer Behandlung gewesen.
In diesem Zeitraum habe ich finanziell um die Existenz von mir und meinen Kindern gekämpft.
Der Angeklagte
Nach kurzer Beratung entschied sich der Schöffensenat unter Mair für einen Schuldspruch. Der Mann fasste eine bedingte Freiheitsstrafe von fünf Monaten sowie eine unbedingte Geldstrafe von 1200 Euro aus. An die ÖGK muss er 5700 Euro bezahlen. Auch um die Gutmachungen der restlichen Schadenssumme muss sich der Mann – außergerichtlich – kümmern. Staatsanwalt, Verteidiger und Angeklagter nahmen das Urteil an. „Ich will diese Schulden zurückzahlen“, beteuerte der Mann.
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