Kein Einzelfall – und doch zum Kopfschütteln: Blindes Vertrauen in ein Navigationsgerät sorgte in Tirol wieder einmal für einen kuriosen Zwischenfall. Ein tschechischer Lkw-Lenker landete mit seinem schweren Gefährt auf einer Langlaufloipe – und blieb stecken.
Lkw auf Abwegen – oder besser gesagt: Lkw auf Loipe. Das hieß es Montagfrüh in Scharnitz im Tiroler Bezirk Innsbruck-Land. Ein 59-jähriger tschechischer Lastwagenfahrer folgte auf dem Weg zum Entladeort brav den Anweisungen seines Navis. Dieses führte ihn geradewegs auf eine Loipe.
Der Fahrer versuchte noch, den Lkw freizuschaufeln, was ihm aber nicht gelang.
Die Polizei
Der Lenker fuhr weiter und weiter, dachte sich offenbar nicht viel dabei. Bis in einer Kurve Endstation war. Der Schwertransporter blieb im Schnee stecken. Ein Weiterkommen war unmöglich. „Der Fahrer versuchte noch, den Lkw freizuschaufeln, was ihm aber nicht gelang“, schildert die Polizei.
Für Bergung musste es erst wieder gefrieren
Generell zog sich die Bergung in die Länge – denn ein erster Versuch mittels Radlader scheiterte. „Der Lastwagen konnte zirka 370 Meter weit gezogen werden, bis er erneut im Tiefschnee stecken blieb“, so die Ermittler weiter. Auch ein zweiter Versuch, mit einem zweiten Radlader und einem Abschleppfahrzeug, scheiterte – aufgrund des aufgeweichten Schnees.
Dieser wurde über Nacht wegen der tiefen Temperaturen härter. Also wurde Dienstagfrüh noch einmal versucht, den Lkw zu bergen. Diesmal mit Erfolg!
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