Rund dreieinhalb Jahre lang mussten drei Kinder zwischen sechs und elf Jahren aus OÖ regelrechte Torturen durchleben: Ihr Vater – ein 38-jähriger Iraker – soll sie regelmäßig geschlagen und sie gezwungen haben, sich eigenständig um den Haushalt zu kümmern.
Das warf dem 38-Jährigen die Anklage am Landesgericht Wels vor. So soll der Vater immer wieder mit den Händen, aber auch mit Gegenständen wie Kabel, Gürtel oder einem Schuhlöffel zugeschlagen haben. Einmal soll er eine Bierflasche so heftig gegen den Kopf seiner Tochter geworfen haben, dass diese bewusstlos wurde.
Das Jugendamt brachte die Gewaltepisoden zur Anzeige, und am Montag saß der Beschuldigte deshalb schließlich vor Gericht.
Viereinhalb Jahre Haft
Der Schöffensenat verurteilte den 38-Jährigen wegen des Verbrechens der fortgesetzten Gewaltausübung zu einer Zusatzstrafe von vier Jahren und sechs Monaten Haft. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, denn der Iraker meldete bereits Berufung an.
Bereits zuvor war der Familienvater wegen eines Aggressionsdelikts im sozialen Nahbereich zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden.
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