Ein flugunfähiges Nandu-Weibchen starb in der Silvesternacht – und zwar nur wegen der Raketenschießerei. Das traurige Foto des toten Vogels in der Steiermark ist eine einzige Anklage und verleiht den Böller-Opfern ein Gesicht.
„Die kamen aus allen Richtungen, der Vogel, aber auch meine anderen Tiere, wie Kängurus, Alpakas oder Emus, wollten in größter Panik flüchten, wussten aber nicht wohin, da von überall her die grellen Lichtblitze kamen“, so Franz Maurer, Besitzer des beliebten „Franziskus Tiererlebnisbauernhofes“ im oststeirischen Unterlamm, traurig und schockiert.
Partner steht nun alleine da
Das Tier rannte panisch gegen eine Mauer und brach sich das Genick. Drei Jahre wäre das Vogelweibchen heuer geworden, hätte das erste Mal mit seinem Partner gebrütet. Der steht jetzt ganz allein da.
Und: Das ist noch nicht einmal das erste Todesopfer. Im Vorjahr war es ein Känguru, das sich das Genick auf ebensolche Weise brach. Maurer: „Das ist doch unglaublich. Nur weil einige rücksichtslos ihren Spaß haben wollen, leiden andere, verlieren sogar ihr Leben. Das ist nicht in Ordnung.“
Das findet auch Bürgermeister Robert Hammer. „Zu Silvester müsste man leider an jeder Hausecke einen Polizisten dazustellen.“ Das Gemeindeoberhaupt will noch mehr sensibilisieren, Bewusstsein für Rücksicht schaffen: „Mit dem traurigen Foto des toten Vogels gelingt das vielleicht eher ...“
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