Neues Jahr, neue Einbrüche: Jene Einbrecher, die seit 2022 mit ätzender Salpetersäure in Wien ihr Unwesen treiben, schlugen auch über die Feiertage zu. Drei Wohnungen – je eine in der Landstraße, in der Leopoldstadt und in Favoriten – wurden um ihre Wertgegenstände erleichtert.
Einbrüche mit giftiger und ätzender Salpetersäure beschäftigen Kriminalisten in Wien schon seit 2022. Auch die Feiertage und die damit verbundene Abwesenheit vieler urlaubender Eigentümer und Mieter nutzten die Einbrecherbande wieder schamlos aus.
So traf es – irgendwann in der Zeit zwischen 23. Dezember und 2. Jänner – insgesamt drei Häuser. Zwei davon überraschen die Ermittler nur bedingt: Wie schon in den vergangenen Monaten auch, ist wieder ein Haus im dritten Bezirk betroffen.
Türen markiert, jeweils eine Wohnung geknackt
Neben der Wohnung am Modenapark traf es aber auch ein Haus in der Großen Sperlgasse in der Leopoldstadt sowie eines in der Favoritener Neilreichgasse. In allen drei Häusern stießen die Ermittler auch auf diverse Markierungen mit Kleberstreifen, mit denen die Gangster sämtliche Türen in einem Haus markierten.
Bauten aus 60ern und 70ern im Visier
Auffällig: Alle drei Häuser haben – wie auch schon im Herbst aufgefallen ist – ein ähnliches Baujahr. Verstärkt im Visier dürften offenbar Bauten aus den 60er- und 70er-Jahren sein. Wie die „Krone“ in Erfahrung bringen konnte, wurde bei den Einbrüchen in der Landstraße und in der Leopoldstadt recht wenig Säure verwendet. In Favoriten sind die Zerstörungen an Türen und Böden wohl deutlich großflächiger.
94 Wiener Wohnungen seit 2022 geknackt
21 Wohnungen – der Großteil im 3. Bezirk – wurden im Jahr 2023 auf diese Weise geknackt, seit 2022 dürften schon 94 Wiener Wohnungen von den Tätern ausgeräumt worden sein. Zwischenzeitlich verabschieden sich die Einbrecher meist in andere europäische Städte, um dort von Haus zu Haus ziehen. Seit mehreren Monaten halten die Einbrüche in Wien aber ohne Pause an – weitere Coups sind wohl zu erwarten.
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