Die elektronische Gesundheitsakte ELGA hält Einzug in Tirols Wohn- und Pflegeheimen. Optimierte Arbeitsabläufe sollen das Personal von Bürokratie entlasten, lautet der Plan der Landesrätin.
Gesundheits-LR Cornelia Hagele (VP) plant – wie berichtet – eine „Imagekampagne Pflege“, um so dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Gleichzeitig ist die Einführung moderner Technologien zur Verbesserung der Pflegequalität, Effizienz und Organisation in Pflegeeinrichtungen vorgesehen. Das Ziel ist dabei klar: Durch eine Optimierung von Arbeitsabläufen soll das bestehende Personal entlastet werden.
„Arbeitsdruck nachhaltig verringern“
„Wir streben eine weitere Optimierung der Pflegelandschaft an“, erläutert LR Hagele, „ein zentraler Ansatzpunkt ist die Vereinfachung administrativer Tätigkeiten. Ein entscheidender Schritt in diese Richtung ist die Anbindung an die elektronische Gesundheitsakte ELGA. Dies soll den administrativen Aufwand für die Pflegenden reduzieren und somit den Arbeitsdruck nachhaltig verringern.“
Daten der Bewohner müssen nicht neu aufgenommen werden
Die Anbindung der Pflegesoftware an ELGA ermögliche einen direkten digitalen Zugang zu Arztbriefen, Befunden, Impfpässen und Pflegeberichten. So können Daten der Bewohner zeitnah und aktuell aus der ELGA geladen werden. „Das ist insbesondere bei Überstellungen in andere Einrichtungen, welche die Krankengeschichte bisher nicht kannten, von großer Bedeutung“, erläutert die Gesundheits-Landesrätin.
Bis jetzt ist ELGA in acht von 97 Tiroler Heimen als Pilotprojekt installiert. Die Digitalisierung soll heuer weiteren Einzug halten, das sieht der Strukturplan Pflege vor. Auch Innsbruck mit seinen acht ISD-Heimen soll heuer dabei sein.
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