Alle Gemeinderäte der Bischofsstadt in St. Andrä sind sich einig: Im letzten Gemeinderat des Vorjahres wurde ein einstimmiger Grundsatzbeschluss verabschiedet. Da im Jahr 2028 das Bistum Lavant sein 800-jähriges Jubiläum feiert, wurde die Idee entwickelt, die Landesausstellung in St. Andrä abzuhalten.
Die Verknüpfung des 800-jährigen Jubiläums Bistum Lavant mit der Landesausstellung setzt einen starken Impuls für die positive Entwicklung unserer Stadt und der umliegenden Region,“ sagt Bürgermeisterin Maria Knauder. Alle Gemeinderäte haben für den Grundsatzbeschluss gestimmt: „Wir erhoffen uns einen langfristigen Aufschwung für Tourismus, Kultur und Wirtschaft.“ Um das finanziell zu stemmen , werden Städtepartnerschaften mit Marburg (Slowenien) und Manzano (Italien) angestrebt. Beide Orte sind mit der historischen Geschichte der Bischofsstadt eng verbunden.
Bischöfe residierten einst in Lavanttaler Stadt
Im Jahr 1228 ist der Bischofssitz in St. Andrä eingerichtet worden. 1859 wurde er nach Marburg verlegt. Die Städtepartnerschaft mit Manzano in der Region Friaul-Julisch Venetien ist besiegelt. Pater Gefried Sitar: „In Manzano befindet sich nämlich die historische Abtei, die Abbazia die Rosazzo.“ Die Städtepartnerschaften seien sozusagen ein wichtiger Grundstock dafür, auch EU-Geld für die Schau 2028 aufzustellen.
Die Feierlichkeiten für das Bistum Lavant stehen beovor. Das hat für unsere Gemeinde eine sehr große Bedeutung. Die Landesausstellung bei uns aufzubereiten wäre großartig. Alle Fraktionen stehen dahinter.
Bürgermeisterin Maria Knauder
Konzept in Ausarbeitung
Die Idee für die Landesausstellung stammt von Pater Sitar, der ja als St. Pauler Museumsdirektor zahlreiche Ausstellungen organisiert und entwickelt hat. Sitar: „Ein erstes Konzept ist bereits in Ausarbeitung.“ Dies läuft unter dem Arbeitstitel „Mensch – Gott – Welt“. Dieses Konzept sieht eine ganzheitliche Vorgehensweise vor. In St. Andrä steht die Basilika Maria Loreto. Die Wallfahrtskirche wurde 1683 erbaut. Bereits zuvor ist die Loretokapelle errichtet worden.
Domkirche, älteste Kirche im Lavanttal
Weiters steht in der Bischoftsstadt bei der gegenüberliegenden Ortseinfahrt auch die Domkirche. Pater Sitar: „Diese zählt zu den sechs ältesten Kirchen im Land und ist die Älteste im Lavanttal.“ Die Domkirche wurde zu Beginn des 9. Jahrhunderts erbaut. Ein großes Anliegen sei, die Sanierung der Domkirche. Offenbar gibt es von seitens der Diözese dafür aber wenig Interesse. Sitar: „Wir hoffen natürlich, dass unser wachsendes Konzept gelingen wird.“ Unter anderem könnte damit die Domkirche vor dem Verfall gerettet werden.
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