Doch Aluminium wird nicht nur als Werkstoff eingesetzt. Aufgrund seiner vielfältigen chemischen Eigenschaften ist es Bestandteil von Kosmetikprodukten, Nahrungsmitteln und Medikamenten. In Deos reagieren die Alu-Verbindungen mit der Haut, sodass kein Schweiß mehr durch kann. In Lebensmitteln erhöhen sie die Rieselfreudigkeit oder werden als Farbstoff eingesetzt. Ohne Alu-Zusätze würden die meisten Impfungen schlechter oder gar nicht wirken. Und bei der Reinigung von Trinkwasser reagieren die Alu-Ionen mit den Schmutzpartikeln, sodass diese ausflocken und im Filter hängen bleiben. Aluminium-Verbindungen werden sorglos in den sensibelsten Lebensbereichen eingesetzt.
Doch ist Aluminium so harmlos, wie es nun seit Jahrzehnten von den Herstellern betont wird? Wissenschaftler sind besorgt und finden immer mehr Belege für die mögliche Beteiligung von Aluminium an zahlreichen Krankheiten, von Alzheimer bis Brustkrebs, von Allergien bis zu Autoimmunkrankheiten.
Dazu kommt noch der Umweltaspekt: Für die Herstellung von Aluminium werden große Mengen Rohstoffe und Energie benötigt. Die Erzeugung von Aluminium braucht zehnmal mehr Energie als die Herstellung von Stahl. Obendrein kann die Produktion - wie vor zwei Jahren bei der Rotschlamm-Katastrophe in Ungarn passiert - zu Umweltkatastrophen beachtlichen Ausmaßes führen.
Kinostart von "Die Akte Aluminium" des österreichischen Regisseurs Bert Ehgartner: 5. Juni.
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