Wer ist neu unter den Abgeordneten des steirischen Landtags? Der Blick auf die Liste zeigt: Nicht einmal ein Drittel der Mandatare ist weiblich – und auch den Sitz des ersten Landtagspräsidenten hat mit Gerald Deutschmann (FPÖ) nun ein Mann.
Mit der konstituierenden Sitzung am Mittwoch finden sich viele neue Gesichter unter den Abgeordneten des steirischen Landtags. Rar sind jedoch die weiblichen Namen auf der Liste der 48 Mandatare: Schlussendlich hat sich das Verhältnis auf 14 zu 34 eingependelt – daraus ergibt sich ein Frauenanteil von etwa 29 Prozent.
Während zwar überraschend eine Frau an der Spitze der steirischen Volkspartei steht, fehlt Manuela Khom als erste Landtagspräsidentin. Auf sie folgt Gerald Deutschmann (FPÖ). Vor seinem Antritt übten Teile der Opposition scharfe Kritik an seiner Person: „Die Mitgliedschaft in einer schlagenden Burschenschaft ist für uns ein Ausschlussgrund für dieses Amt, ebenso wie die Aufhebung der Immunität im Zuge des FPÖ-Finanzskandals“, sagte Grünen-Chefin Sandra Krautwaschl. Schließlich wurde er mit 42 von 48 Stimmen gewählt. Ebenfalls im Präsidium: der bisherige Landeshauptmann Christopher Drexler (ÖVP) an zweiter und Helga Ahrer (SPÖ) an dritter Stelle.
Zu den neuen Gesichtern unter den Abgeordneten: Für die Siegerpartei ziehen unter anderem der ehemalige Pressesprecher Philipp Könighofer und die Liezener Betriebswirtin und Kommunalpolitikerin Eva Maria Koismayr-Baier in den Landtag ein. Außerdem hat es Kerstin Zambo aus Wetzelsdorf ins FPÖ-Team geschafft.
Die KPÖ vertritt künftig Alexander Melinz, der als Listenzweiter im Wahlkreis Graz und Umgebung angetreten ist. Selbes gilt für Bettina Schoeller von den Neos: Der ehemaligen Geschäftsführerin im Bereich der Elementarpädagogik liegt vor allem der Bildungsbereich am Herzen.
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