Zu einem dramatischen Zwischenfall kam es Samstagabend bei der Adventkranz-Segnung in der Pfarrkirche Fischbach (Steiermark): Der Pfarrer verlor gleich zu Beginn der Messe völlig die Fassung, schrie plötzlich herum, randalierte. Rettung und Polizei rückten aus, die Bürgermeisterin ist geschockt.
Es hätte eine besinnliche Feier werden sollen – doch sie endete mit einem Rettungseinsatz und großer Bestürzung: Wie die Diözese Graz-Seckau der „Krone“ bestätigt, kam es Samstagabend in der Pfarrkirche Fischbach zu turbulenten Szenen.
Mit Nerven völlig am Ende
Der Pfarrer verlor gleich zu Beginn der Messe, an der zahlreiche Gläubige teilnahmen, völlig die Nerven. Er rastete aus, schrie herum und randalierte im Altarraum. Die schockierten Kirchgänger, die sich Beschimpfungen gefallen lassen mussten, versuchten den Priester zu beruhigen – was ihnen allerdings nicht gelang.
Das Rote Kreuz musste ausrücken und den Geistlichen, der bereits seit längerer Zeit unter gesundheitlichen Problemen leidet, ins Krankenhaus bringen. Auch die Polizei schritt ein.
Pfarrer verweigerte Hilfe
Die entsetzten Kirchenbesucher informierten den Pfarrgemeinderat, dieser wiederum die Diözese. Generalvikar Erich Linhardt zeigte sich tief betroffen und entschuldigte sich für den Vorfall bei der Adventkranzweihe: „Wir bitten um Verzeihung, auch im Namen unseres Priesters, der offensichtlich die Kontrolle über sich selbst gänzlich verloren hat.“ Man habe ihm Hilfe angeboten, die dieser allerdings abgelehnt habe.
„In einem kleinen Ort hält man zusammen“
Die Pfarrgemeinde wird nun von Mitarbeitern des Seelsorgeraums betreut, der Krisenstab der Diözese hat Unterstützung angeboten. Dafür ist Bürgermeisterin Silvia Karelly – sie saß selbst in der Messe – dankbar: „Wir versuchen jetzt, die Scherben wieder zusammenzukehren. In einem kleinen Ort hält man zusammen, gerade im Advent.“
Der Zwischenfall habe aber alle schockiert: „Der Pfarrer war 15 Jahre lang bei uns tätig, man wusste um seine Probleme. Eine von der Diözese verordnete Auszeit hat er leider gebrochen.“ Leid täte es ihr vor allem für die Kinder, so Karelly: „Sie mussten alles mitansehen, werden jetzt aber von der Religionslehrerin vorbildlich betreut.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.