Die exotische Nosferatu-Spinne breitet sich jetzt immer mehr in Wien aus. Hier wurde der Achtbeiner bereits gesichtet.
Knapp zehn Prozent der Österreicher leiden unter Arachnophobie – das heißt, sie bekommen in der Nähe einer Spinne Angstzustände. Die Meldung, dass sich die exotische Nosferatu-Spinne in der Stadt immer weiter ausbreitet, trägt da wohl wenig zur Beruhigung bei. Ursprünglich stammt diese Spinnenart aus dem Mittelmeerraum, hat sich jedoch in den vergangenen Jahrzehnten nach Norden ausgebreitet, vor allem durch den Klimawandel und globalen Handel.
Günstige Lebensbedingungen
Schon seit 2017 kommt die Spinnenart auch in Wien vor. Damals wurde sie erst in drei Bezirken nachgewiesen, mittlerweile lebt sie flächendeckend in allen Teilen der Stadt. Der Grund: immer höhere Temperaturen durch den Klimawandel und dadurch günstige Lebensbedingungen. Alleine heuer gab es laut Naturbeobachtung.at bereits 38 Meldungen, wovon 24 auch bestätigt wurden. Das Tier wurde auffällig oft im Westen von Wien gesichtet.
Die Art lebt ursprünglich an Felsen, Baumstämmen und kann daher gut „klettern“ – dadurch hält sie sich bei uns gerne in Wohnungen oder Häusern bzw. in der Nähe von Häusern, auf Fassaden, Terrassen auf. In Simmering wurde sie im Garten auch schon unter einer Grillabdeckhaube entdeckt.
Auf Terrassen und Fassaden
Das Besondere an dem Achtbeiner? Er sucht ganz gezielt menschliche Behausungen auf und macht sich auf Terrassen und Fassaden breit. Besonders jetzt im Herbst sucht das Tier häufig in Häusern oder Wohnungen Schutz vor Kälte. Doch ist die Spinne gefährlich?
Die „Nosferatu“-Spinne kann beißen, jedoch nur, wenn sie sich bedroht oder gequetscht fühlt. „Es gibt einige wenige dokumentierte Bissfälle, aber ihr Biss ist nahezu ungefährlich und entspricht den Symptomen eines Gelsenstiches“, so Christoph Hörweg, der Leiter der 3. Zoologischen Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien.
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