Nachdem Pläne für eine weitgehende Neuordnung des Grazer Straßennetzes bekannt und heftig kritisiert wurden, gehen die Grünen nun in die Offensive: „Wir setzen jene Politik um, für die wir gewählt wurden.“ Der Prozess sei transparent. Und: Es gibt vom Bund mehr als neun Millionen Euro für Radwege.
Die Pläne der Grazer Stadtregierung, Öffis, Radfahrern und Fußgängern mehr Raum zu geben, sorgen für einen politischen Schlagabtausch. Anstoß war die Veröffentlichung des „Mobilitätsplans Graz 2040“ (MP2040) in der „Krone“. FPÖ und ÖVP reagierten empört auf die geplante Neuordnung des Straßennetzes, die Vorhaben kämen einem „Zerstörungsplan gegen Wirtschaft und Autolenker gleich“, polterte beispielsweise FPÖ-Chef Mario Kunasek.
„Wir setzen jene Politik um, für die wir gewählt wurden“, hielten die steirische Grünen-Klubobfrau Sandra Krautwaschl und die Grazer Vizebürgermeisterin Judith Schwentner am Donnerstag dagegen. Und kündigten gleich noch weitere Maßnahmen an: „Wir haben gerade erfahren, dass der Bund Fördermittel für Grazer Radwege in der Höhe von 9,3 Millionen Euro freigibt“, sagte Schwentner.
Bim-Ausbau soll 2026 starten
Seit die Grünen in der Landeshauptstadt gemeinsam mit der KPÖ das politische Sagen haben, wären bereits 20 Kilometer neue Geh- und Radwege entstanden, betonte man stolz. Mit dem Bim-Ausbau der Südwest-Linie über den Griesplatz geht es 2026 los.
Zudem wurde betont, dass dem Mobilitätsplan ein „transparenter Prozess“ zugrunde liegen würde – auch die ÖVP-Bezirksvorsteher wären über „jeden Schritt informiert“.
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