Mario Kunasek, der steirische Blauen-Chef, sprach am Montagabend bei einem Business-Treff in Wien über seine Pläne für die Zukunft der Steiermark. Sollte er demnächst Landeshauptmann werden, möchte er veraltete Strukturen lösen – „und jene sanktionieren, die nichts zur Gesellschaft beitragen wollen“.
Der Countdown zur steirischen Landtagswahl läuft. Dementsprechend setzen sich alle Spitzenkandidaten in dieser Woche noch ein letztes Mal in Szene – so auch Mario Kunasek am Montagabend in Wien. Thomas Prantner, Geschäftsführer der Kommunikations-Agentur C3, lotste den steirischen FPÖ-Chef zum Talk in den Managementclub. Der Einladung folgten zahlreiche Vertreter der heimischen Medien- und Wirtschaftswelt – gesichtet etwa Günter Dörflinger, Aufsichtsrats-Vorsitzender der Kages, FPÖ-Landesparteisekretär Stefan Hermann, Ankünder-Geschäftsführer Dieter Weber. Und, besonders bemerkenswert, der ehemalige Voest-Zentralbetriebsrat Sepp Gritz. Ein Erzroter.
Verkrustete Strukturen aufbrechen
Heißes Thema war etwa das Thema Landesverteidigung, Steckenpferd des ehemaligen Verteidigungsministers. Kunasek forderte mehr Geld für das Heer und das dort beschäftigte Personal. Generell, so der FPÖ-Chef, gehörten in Österreich Leistungsträger belohnt „und jene sanktioniert, die nichts zur Gesellschaft beitragen wollen“.
Was wäre, wenn er Landeshauptmann würde? Nun, in dem Fall werde er als „Schraubenlöser“ fungieren, der verkrustete Strukturen aufbrechen werde. In der Asylfrage etwa werde er ein neues Integrationsleitbild erstellen: „Denn nicht die Steirer müssen sich anpassen, sondern der Gast!“ Sollte Kunasek nicht Erster werden, kann er sich trotzdem eine blaue Regierungsbeteiligung vorstellen: „Außer mit KPÖ und Grünen.“
Kurioses Detail am Rande: Hermann Schützenhöfer bezeichnete der Noch-nicht-Landeschef als „einen meiner Vorgänger“.
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