Knapp sechs Wochen nach dem U21-Weltmeistertitel sorgte Judo-Juwel Elena Dengg für den nächsten großen Erfolg ihrer Karriere. Die Lungauerin (-70 Kilogramm) krönte sich in Polen zur U23-Europameisterin.
Elena Dengg ist eine echte Medaillenbank! Im Oktober hatte sie in Tadschikistan Gold bei der Junioren-WM geholt und damit ihren bisher größten Karriereerfolg errungen. Am Samstagnachmittag krönte sich die 20-Jährige im polnischen Pila zur U23-Europameisterin in der Klasse bis 70 Kilogramm. Die Athletin von Sanjindo Bischofshofen gewann im Golden-Score mit Waza-ari gegen die zweifache Titelträgerin Samira Bock aus Deutschland.
„Samira und ich haben einen ähnlichen Kampfstil. Ich wusste, dass ich mich im Griffkampf durchsetzen muss, um gewinnen zu können. Das ist mir gut gelungen, ich hatte nie das Gefühl, verlieren zu können“, resümierte Dengg, die in der Judo-Weltrangliste in der allgemeinen Klasse auf Platz 40 und in der Junioren-Weltrangliste Zweite ist.
„Am Ende belohnt“
In Hinblick auf ihre Erfolge im Jahr 2024 sagt sie: „Besser hätte dieses schwierige Jahr für mich nicht zu Ende gehen können.“ Denn die Mariapfarrerin litt an einigen Verletzungen (Daumen, Rippe und Knie), musste dadurch auch die Junioren-EM und die Europameisterschaft in der allgemeinen Klasse auslassen.
„Das zeigt, dass man nie aufgeben darf, immer 100 Prozent geben muss. Dann wird man am Ende doch noch belohnt“, strahlte Elena Dengg. Sie war aus österreichischer Sicht aber nicht die einzige Judoka, die sich über eine Medaille in Polen freuen durfte. Magamed Borchashvilli erkämpfte sich in der Klasse bis 81 Kilogramm Bronze. Der 21-jährige Wiener besiegte im kleinen Finale den Tschechen Petr Mlady. „Ich habe zu 100 Prozent an diese Medaille geglaubt. Dieser Sieg ist mir unglaublich wichtig.“
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