19.04.2013 08:29 |

Mit Polizeieskorte

Wirbel um Fahrt Fischers durch Rettungsgasse

Obwohl sie diesmal reibungslos funktioniert hat, sorgt die Rettungsgasse erneut für gewaltige Aufregung. "Schuld" daran ist Bundespräsident Heinz Fischer, der wegen eines Staus mit seinem Staatsbesuch aus Luxemburg von einer Polizeieskorte auf der A7 in Linz durch die Rettungsgasse gelotst wurde. Das sei Missbrauch, poltert der ÖAMTC.

Eines vorweg: Auf der A7 in Linz gab es keinen Unfall mit Verletzten. Asfinag-Arbeiter mähten lediglich die Grünflächen, was zur Stoßzeit den Stau auf der Autobahn auslöste. Vorbildlich bildeten die Lenker eine Rettungsgasse.

Und just zu diesem Zeitpunkt musste Bundespräsident Heinz Fischer samt luxemburgischem Staatsgast von der Voest zu einem Empfang im AEC. Kurzerhand wurden die 20 Fahrzeuge von einer Polizeieskorte mit Blaulicht durch die Rettungsgasse an den Bestimmungsort gelotst - ein Vorgehen, das viele Autolenker erzürnt.

Landesverkehrsabteilung: "Das ist erlaubt"
Dazu Oberst Reiter von der Landesverkehrsabteilung: "Das ist erlaubt. Man kann die Gäste bei einem offiziellen Staatsbesuch nicht stundenlang im Stau stehen lassen. Da geht es ja auch um die Sicherheit."

Die Rettungsgasse sollte für Einsatzfahrzeuge frei sein, sagt dagegen Rotkreuz-Landesgeschäftsleiter Erich Haneschläger. Und ÖAMTC-Jurist Ralph Wiplinger hält das Manöver gar für einen Missbrauch. Laut Präsidentschaftskanzlei sei die Fahrt durch die Rettungsgasse jedenfalls durch die Straßenverkehrsordnung gedeckt.

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