„Krone“-Film-Interview

„My Old Ass“: Was würden Sie jüngerem Ich raten?

Unterhaltung
10.11.2024 07:00

Ein bezaubernder Film mit einem ruppigen Titel: „My Old Ass“ auf Amazon Prime erzählt von einer 18-Jährigen, die auf ihre eigene Zukunft trifft. Die „Krone“ sprach mit der jungen Hauptdarstellerin Maisy Stella über die Gedankenspiele, die der Streifen auslöst.

Was fürs Herz gefällig? Dann schauen Sie sich den neuen Film „My Old Ass“ auf Amazon Prime an, der gerade in diesen kalten Novembertagen die Seele wärmt und trotzdem nicht so flach ist, wie so manch andere Streaming-Komödie. Regisseurin und Drehbuchautorin Megan Park erzählt die Geschichte einer Jugendlichen an der Schwelle zum Erwachsenwerden.

Elliott ist etwas nostalgisch, weil sie bald von zu Hause ausziehen wird – da trifft sie auf ihr 20 Jahre älteres Ich. Dieses hat viele Tipps und Warnungen parat, die Elliott ordentlich aus der Bahn werfen. Doch ob das Leben so leicht zu lenken ist?

Maria Dizzia spielt Elliotts Mutter, die traurig über deren Auszug ist.
Maria Dizzia spielt Elliotts Mutter, die traurig über deren Auszug ist.(Bild: Marni Grossman/Prime)
Das Mädchen ist oft mit dem Boot unterwegs.
Das Mädchen ist oft mit dem Boot unterwegs.(Bild: Marni Grossman/Prime)
Eine Campingnacht mit Freundinnen im Wald führt für Elliott zu der Begegnung mit ihrem 20 Jahre ...
Eine Campingnacht mit Freundinnen im Wald führt für Elliott zu der Begegnung mit ihrem 20 Jahre älteren Ich.(Bild: © Amazon Content Services LLC)

Filmemacherin Megan Park entwickelte die Geschichte während der Pandemie: „Ich hatte lange in Los Angeles gelebt und kehrte plötzlich zurück in meine Heimat Kanada. Das hat sich sehr nostalgisch angefühlt. Ich dachte mir: ,Hier ist es doch so schön, warum wollte ich jemals von hier weg?’ Daraus entstand die Idee, dass ich meinem jüngeren Ich gerne gesagt hätte, dass es diese besondere Zeit, bevor sich alles ändert, auskosten soll. Später, wenn man älter wird, vergeht die Zeit ohnehin immer schneller und wird so etwas wie dein größter Feind.“

Newcomerin Maisy Stella spielt Elliott. Sie ist selbst erst 20 und kann sich in ihre Figur gut hineinversetzen: „Das Ganze hat sich für mich wie eine Therapiestunde angefühlt“, lacht sie im „Krone“-Interview. Wenn sie an die Zukunft denkt, habe sie viele Ängste: „Ich finde es sehr gut, dass wir im Film auch thematisieren, dass nicht immer alles super laufen wird. Trotzdem hat die Geschichte eine Leichtigkeit behalten.“ Nicht so leicht war es für sie, dass viele Szenen auf Booten gedreht wurden: „Sobald du auf dem Boot bist, kannst du nicht mehr weg, bis die Szenen im Kasten sind. Das hat mich ein bisschen gestresst, aber zum Glück war ich nicht seekrank.“

Als ältere Elliott ist in „My Old Ass“ die Schauspielerin Aubrey Plaza zu sehen – sie konnte kürzlich große Erfolge mit wichtigen Rollen in den Hitserien „Agatha All Along“ (Disney+) und „The White Lotus“ (Sky) für sich verbuchen. Regisseurin Park wird übrigens ihren nächsten Film in Wien drehen: „Ich liebe diese Stadt, den Charme, die Schönheit. Ich freue mich sehr darauf!“

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