Radikale Siedler

Israelis zündeten Autos im Westjordanland an

Ausland
04.11.2024 11:30
Porträt von krone.at
Von krone.at

Es ist ein neuer Fall von Vandalismus radikaler israelischer Siedler im Westjordanland. In der Nacht auf Montag wurden nach Augenzeugenberichten 18 Fahrzeuge von Palästinensern in Brand gesetzt. 

Den Angaben zufolge handelte es sich um rund zehn Angreifer. Sie hätten in die Luft geschossen, als palästinensische Feuerwehrfahrzeuge in dem Ort nahe Ramallah eintrafen, um die Brände zu löschen. Nach Konfrontationen mit den Einwohnern seien die Siedler wieder gegangen.

Dieses Gebäude, vor dem die angezündeten Autos parkten, war von Ruß überzogen.
Dieses Gebäude, vor dem die angezündeten Autos parkten, war von Ruß überzogen.(Bild: APA/Associated Press)

Siedlergewalt keine Seltenheit
Die israelische Nachrichtenseite „ynet“ berichtete, die Polizei habe nach den Brandanschlägen Ermittlungen aufgenommen. Es gibt immer wieder Berichte über Siedlergewalt gegen Palästinenser im besetzten Westjordanland. Die Europäische Union hat bereits Sanktionen gegen Siedler verhängt.

(Bild: APA/Associated Press)

Israel beansprucht ganz Jerusalem als seine Hauptstadt, während die Palästinenser den von Israel annektierten Ostteil von Jerusalem zur Hauptstadt eines künftigen unabhängigen Palästinenserstaates machen wollen. Dort leben heute inmitten von drei Millionen Palästinensern rund 700.000 israelische Siedler.

Siedlungen verstoßen gegen internationales Recht
Der UNO-Sicherheitsrat hatte Israel Ende 2016 zu einem vollständigen Siedlungsstopp in den besetzten Palästinensergebieten einschließlich Ost-Jerusalems aufgefordert. Siedlungen wurden in einer UNO-Resolution als Verstoß gegen internationales Recht und als großes Hindernis für Frieden in Nahost bezeichnet.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
04.11.2024 11:30
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung