Polizei-Großalarm am Mittwochabend auf der Westbahnstrecke in Tirol: Eine Zeugin will in einem Zug den inzwischen EU-weit gesuchten mutmaßlichen Doppelmörder Roland Drexler gesehen haben. Der betroffene Zug wurde angehalten und durchsucht. Auch an anderen Bahnhöfen gab es Einsätze.
Am frühen Mittwochabend hatte eine Zeugin bei der Polizei Alarm geschlagen. „Die Person gab an, dass sie in einem Zug, der gerade vom Hauptbahnhof in Innsbruck abgefahren sei, einen Passagier gesehen habe, der einem flüchtigen Straftäter ähnlich sehe bzw. dass sie den Verdacht habe, dass es sich dabei um den Straftäter handle“, berichtete die Exekutive.
Bei dem vermeintlich gesichteten Straftäter sollte es sich um Roland Drexler handeln, der Montag in Oberösterreich zwei Menschen regelrecht hingerichtet haben soll. Offiziell bestätigen wollte die Polizei das zunächst nicht. Laut „Krone“-Infos galt der Einsatz jedoch dem angeblich gesichteten Drexler.
Im Zug befanden sich zirka 80 Passagiere, welche einer Kontrolle unterzogen wurden.
Die Tiroler Polizei
Daraufhin wurde ein großer Polizeieinsatz in die Wege geleitet und der betroffene Zug wurde am Bahnhof Ötztal-Bahnhof (Bezirk Imst) gegen 19.25 Uhr angehalten. „Im Zug befanden sich circa 80 Passagiere, welche einer Kontrolle unterzogen wurden. Dabei konnte der gesuchte Straftäter jedoch nicht festgestellt werden“, so die Ermittler weiter.
Fahndung auch an anderen Bahnhöfen
Außerdem seien „umfangreiche Fahndungsmaßnahmen“ im Bereich der anderen Bahnhöfe zwischen Innsbruck und Ötztal-Bahnhof veranlasst worden, „die ebenfalls allesamt negativ verliefen“.
Aufnahmen von Überwachungskameras
Inzwischen waren Aufnahmen von Überwachungskameras gesichtet worden. „Dabei stellte sich heraus, dass es sich bei dem Mann nicht um den gesuchten Verdächtigen handelt und der Einsatz konnte schließlich gegen 22.30 Uhr beendet werden“, schildern die Ermittler.
Durch den Polizeieinsatz musste der Zugverkehr im Bereich Ötztal-Bahnhof für circa 45 Minuten komplett eingestellt werden.
Drexler könnte Waffen bei sich haben
Bislang konnte der als „sehr gefährlich“ geltende Roland Drexler nicht gefasst werden. Mittlerweile wird EU-weit nach dem mutmaßlichen Schützen gefahndet. Die Polizei nimmt an, dass Drexler zwei Langfeuerwaffen und eine Faustfeuerwaffe bei sich haben könnte. Außerdem dürfte er mit einem silbernen VW Caddy mit dem Kennzeichen RO-231EL unterwegs sein.
Bei den beiden Todesopfern handelt es sich um Franz Hofer (64), Bürgermeister der Gemeinde Kirchberg ob der Donau und den pensionierten Polizisten (64) Josef Hartl. Beide Männer waren Jagd-Kameraden von Drexler.
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