Mit der Herbstzeit werden die Tage wieder kürzer. Die frühe Dunkelheit ruft wie jedes Jahr Einbrecherbanden auf den Plan. Die steirische Polizei reagiert entsprechend mit verstärkten Maßnahmen, um den Kriminellen das Leben so schwer wie möglich zu machen.
Die späten Nachmittags- und Abendstunden im Herbst und Winter nutzen Kriminelle in der Steiermark gern für Einbrüche. Wenn die Bewohner noch bei der Arbeit sind, ergreifen sie die Gelegenheit und dringen im Schutz der Dunkelheit in Wohnungen und Häuser ein. Wenngleich aber die Polizei betont, dass sich die Uhrzeit für Einbrüche etwas verändert hat.
„Grundsätzlich gibt es keine Unterscheidungen mehr zwischen Einbrüchen und Dämmerungseinbrüchen“, sagt Heimo Kohlbacher, Sprecher der Landespolizeidirektion Steiermark. „Das deshalb, weil die Analysen der Tatzeiten keinen direkten Trend erkennen lassen.“ Soll heißen: Einbrüche finden mittlerweile zu jeder Tages- und Nachtzeit, also rund um die Uhr statt.
Die Aufklärungsrate konnte heuer in der Steiermark um rund zehn Prozent auf 25 Prozent gesteigert werden.
Polizeisprecher Heimo Kohlbacher
Einbrecher schlagen auch am Tag zu
Wenn also am Tatort etwa ausreichend Sichtschutz gegeben ist, wie zum Beispiel eine hohe Hecke rund um das Grundstück, dann schlagen Einbrecher auch am Tag zu, wenn die Bewohner bei der Arbeit oder im Urlaub sind, weiß die Polizei. Und das alles wird natürlich von den Verbrechern meist im Vorfeld ausspioniert. Deswegen sei auch Nachbarschaftshilfe wichtig.
„Das Haus sollte zudem keinen unbewohnten Eindruck machen“, betont Kohlbacher. Vorzugsweise werden Terrassentüren oder an der Hausrückseite gelegene Fenster aufgebrochen. Die Experten raten deshalb, eine möglichst lückenlose Außenbeleuchtung zu installieren und Bewegungsmelder anzubringen. „Und räumen Sie weg, was Einbrechern nützen könnte, wie zum Beispiel Leitern.“
Derzeit noch leichter Rückgang spürbar
Allgemein sei aber zu sagen, dass sich die Einbruchszahlen aktuell auf einem niedrigen Niveau bewegen. „Die Steiermark ist derzeit von keinen größeren Serieneinbrüchen betroffen. Es ist sogar ein leichter Rückgang bei Einbrüchen feststellbar“, sagt Kohlbacher. Waren es im Jahr 2023 noch 709 Einbrüche, wurden heuer (Stand 14. Oktober) bislang erst 419 Delikte angezeigt. Aber wie gesagt, die Hochsaison steht ja erst bevor.
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