16.03.2013 18:40 |

"Kein Österreicher"

Austro-Extremist Mohamed M. fackelt seinen Reisepass ab

Mit einem Knalleffekt ist Austro-Extremist Mohamed M. wieder auf der islamistischen Bildfläche aufgetaucht: In einem neuen Video droht der "Wiener Taliban" nun auch Österreich und spricht von Anschlägen auf Städte, Züge und Parlamente Europas. Damit nicht genug, verbrennt M. in dem auf YouTube veröffentlichten Video seinen österreichischen Pass (Bild). "Ab diesem Tag gehöre ich der österreichischen Nation nicht mehr an", sagt sich der Hassprediger von seiner alten Heimat los.

In Tarnjacke, mit einer AK-47 in der rechten Hand ist Mohamed M. alias Abu Usama al-Gharib in einem schäbigen Hinterhof zu sehen. In dem Video, das mittlerweile von YouTube entfernt wurde, attackiert er seine alte Heimat Österreich, mit der er "nichts mehr zu tun haben will".

Er habe kein Interesse mehr zurückzukehren, in diese "aidsverseuchte Gesellschaft", erklärt er in der am Freitag veröffentlichten Internet-Botschaft. "Ich habe mit der österreichischen Kultur und Mentalität gar nichts am Hut", sagt er. Vielmehr herrsche zwischen ihm und den Ländern Europas Feindschaft, so M..

Reisepass vor laufender Kamera verbrannt
"Ich erkläre ab diesem Moment meine Feindschaft und meine Lossagung von dieser Staatsbürgerschaft." Mit diesen Worten zündet der Hassprediger dann seinen österreichischen Reisepass an, den er zuvor in mehrere Teile zerrissen hat. "So wie euer Republiksiegel, auf das ihr so stolz seid, euer Kuffar-Symbol (Ungläubigen-Symbol, Anm.), wird dieses Feuer eure Länder erreichen. Durch unsere Hände oder die Hände unserer Nachkommen", spricht der radikale Prediger in die Kamera, während sein Reisepass ein Raub der Flammen wird.

Sollte er sterben, sagt der 29-Jährige weiter, "werden die Nächsten kommen, die dieses Feuer zu euch, in eure Städten, Züge, Straßen, Häuser, Parlamente und Gerichte" tragen. Sein Vorhaben: "Diesen Laizismus, diese Hunde zu vernichten und abzuschlachten", wie M. es in seinem jüngsten Internetauftritt ausdrückt.

Das besorgniserregende Video, über das am Freitag auch der Internetbeobachtungsdienst "Site" berichtete, ist allerdings nicht die erste Botschaft des radikalen Islamisten seit seiner befohlenen Ausreise aus Deutschland im Frühjahr 2012. Er hatte in Solingen nach seiner vierjährigen Haft in Wien eine Moschee für radikale Salafisten aufgebaut und sich in der Szene vom "Kinderzimmer-Terroristen" zur großen Nummer emporgearbeitet. Darum musste er schließlich auch das Land verlassen.

Deutscher Geheimdienst sieht große Gefahr
Zuletzt hatte Mohamed M. Anfang des Jahres mit den Worten "Ist es nicht Zeit, dass du deine Waffe nimmst?" erneut zum "Heiligen Krieg" aufgefordert (siehe Infobox). Laut deutschem Geheimdienst gehe nach wie vor große Gefahr von dem 29-Jährigen aus. Der Prediger soll regelmäßig Leute rekrutieren und nach Ägypten holen, um sie schließlich in Terrorcamps unterzubringen.

Montag, 08. März 2021
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