Die Starkniederschläge vor knapp drei Wochen ziehen immer noch unangenehme Folgen nach sich: Seit dem 14. September war die Trinkwasserversorgung in 36 Gemeinden beeinträchtigt, aktuell gilt in 28 Gemeinden für 25.000 Personen ein Abkochgebot. Das Rote Kreuz hilft mit Trinkwasserabgabestationen.
Lang war es trocken, dann schüttete es tagelang wie aus Kübeln. Das führte dazu, dass in zahlreichen oberösterreichischen Gemeinden mikrobiologische Verunreinigungen in die Trinkwasserversorgungen gelangten. Seit 14. September 2024 wurden Beeinträchtigungen in 36 Gemeinden bei der Trinkwasseraufsicht des Landes Oberösterreich eingemeldet. Derzeit sind noch 28 Gemeinden und 25.000 Bürger von Beeinträchtigungen und Abkochgebot betroffen.
Reinigung braucht Zeit
Insbesondere sind Quellen betroffen, die aus oberflächennahen Wässern gespeist werden und deren Einzugsgebiete keine große Überdeckung aufweisen. Durch die starken Niederschläge gelangen mikrobiologische Verunreinigungen in das Grundwasser. Anschließend dauert es natürlich seine Zeit, bis die Verunreinigungen aufgrund der natürlichen Reinigungsvorgänge im Untergrund wieder zurückgehen. Das kann von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Wochen dauern.
Möglichkeiten zur Beschleunigung
Dies wird engmaschig überwacht und laufend werden Proben entnommen, um die Entwicklung an den betroffenen Brunnen und Quellen sowie im Anschluss in den Verteilungsnetzen zu beobachten. Je nach Wasserversorger gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Trinkwasserqualität auch rascher wiederherzustellen: So kann etwa durch Ausleiten des betroffenen Wasserspenders, durch Entkeimung mit ultraviolettem Licht oder durch Chlorung unter Umständen die Trinkwasserqualität schneller wiederhergestellt werden. Die Wasserversorger arbeiten in enger Abstimmung mit der Trinkwasseraufsicht und der jeweiligen Gemeinde.
Diese Gemeinden sind betroffen
Bei folgenden Trinkwasserversorgungsanlagen bzw. Gemeinden, ist derzeit von einer mikrobiologischen Belastung der Trinkwasserqualität auszugehen und ein Abkochgebot durch die verantwortlichen Wasserversorger ausgegeben:
Rotes Kreuz hilft mit Katastrophenausrüstung
Das OÖ. Rote Kreuz betreibt ab Montag, dem 7. Oktober eine Trinkwasserversorgung mittels Wasserverteil-Kits. „Die Versorgungsstationen sind für 2.000 Liter Trinkwasser ausgelegt, immer und überall einsetzbar und garantieren schnelle Hilfe“, sagt Experte Wilfried Hildenbrand aus Wels. „Die aktuelle Situation zeigt, dass wir uns bestmöglich für diese Fälle vorbereitet haben und für Menschen da sein können“, ergänzt der international erfahrene freiwillige Katastrophenhelfer aus Sattledt, der mit seinem Team die Wasserversorgung der betroffenen Haushalte koordiniert.
Dank an Mitarbeiter und Verantwortliche
„Seit den ersten mikrobiologischen Belastungen der Anlagen sind unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unterwegs und unterstützen die Gemeinden und Genossenschaften, um schnellstmöglich wieder einwandfreies Trinkwasser für die betroffenen Haushalte herzustellen“, bedankt sich Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder bei den engagierten Mitarbeiter/innen, aber auch bei den Verantwortlichen der Wasserverbände.
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