Fassungslosigkeit nach dem Fan-Skandal im Wiener Derby! „Das ist nicht schön anzuschauen. Wenn man sieht, dass Sachen in Richtung Familiensektor fliegen, ist das alles andere als lustig“, schimpft Rapids Geschäftsführer Steffen Hofmann.
Eigentlich war es „ein richtig tolles Derby“ mit einem „verdienten Sieger“, spricht Hofmann im Sky-Interview anfangs noch über das Sportliche. Doch das geriet rasch in den Hintergrund.
Laut Hofmann flogen nach Schlusspfiff aus dem Austria-Sektor Gegenstände in Richtung des Familiensektors von Rapid. „Das war nach dem letzten Derby auch schon so. Nur damals war es kein großes Thema.“
„Wollen wir im Stadion nicht sehen“
Er war selbst auf dem Rasen, versuchte auf Fans einzureden. „Es ist schade, das ist etwas, was wir im Stadion nicht sehen wollen“, ärgert sich der ehemalige Rapid-Kicker. Nun droht Grün-Weiß ein Punkteabzug. „Wir werden uns zusammensetzen und schauen, wie wir weiter machen und was für Schlüsse wir ziehen. Wir müssen schauen, dass solche Dinge nicht mehr passieren“, so Hofmann.
Beide Trainer verurteilen die Vorfälle
Rapid-Coach Robert Klauß erklärte: „Das trübt die Freude. Das, was danach passiert ist, will niemand sehen. Das beschäftigt mich auch.“ Derartige Szenen gehören „nicht ins Stadion“, meinte Klauß. „Das sind Bilder, die wir nicht sehen wollen, sie schaden uns in der Außenwahrnehmung.“ Allerdings könne man auch nicht wegschauen. Da Rapid nach den Vorfällen beim Derby im vergangenen Februar „unter Bewährung“ stehe, sei die Gefahr eines Punkteabzugs wohl gegeben, befürchte der Deutsche: „Das ist mir sofort in den Sinn gekommen.“
Auch Austrias Trainer Stephan Helm meinte: „Man darf das nicht zur Seite wischen.“ Es sei erschütternd, „dass es in einem Land wie Österreich zu solchen Ausschreitungen kommt. Man muss ja schon Angst bekommen, wenn man zu so einem Event geht.“ Vor allem „mit der Familie“.
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