Seltener Einblick
Nordkorea präsentiert Urananreicherungsanlage
Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un hat eine Urananreicherungsanlage besucht und für diese neue Zentrifugen gefordert. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Freitag berichtete, soll mehr waffenfähiges Material für Atombomben produziert werden.
Angehängt an den Bericht der Agentur über Kims Besuch der Anlage waren auch Fotos, die einen seltenen Einblick in das nordkoreanische Atomprogramm gewährten, welches durch mehrere UNO-Resolutionen verboten ist.
Die Fotos zeigten Kim zwischen langen Reihen von Metallzentrifugen, den Maschinen zur Urananreicherung. Aus dem Bericht ging weder hervor, wann der Besuch stattfand, noch, wo sich die Anlage befindet.
Nordkorea besitzt vermutlich mehrere dieser Anlagen
Es wird vermutet, dass Nordkorea über mehrere Anlagen zur Anreicherung von Uran verfügt. Analysten zufolge zeigen kommerzielle Satellitenbilder, dass in den vergangenen Jahren am wichtigsten wissenschaftlichen Kernforschungszentrum Yongbyon, einschließlich der Urananreicherungsanlage, gebaut wurde, was auf eine mögliche Erweiterung hindeutet.
Der Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde, Rafael Grossi, erklärte am Montag, die UNO-Atomaufsichtsbehörde habe Aktivitäten beobachtet, die mit dem Betrieb eines Reaktors und der gemeldeten Zentrifugenanreicherungsanlage in Yongbyon vereinbar seien.
Nordkorea besitzt vermutlich 50 Atomsprengköpfe
Die Schätzungen über die Anzahl der nordkoreanischen Atomwaffen gehen weit auseinander. Im Juli kam ein Bericht der Federation of American Scientists zu dem Schluss, dass das Land möglicherweise genug spaltbares Material für den Bau von bis zu 90 Atomsprengköpfen produziert hat, dass es aber wahrscheinlich eher 50 zusammengebaut hat.










Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.