Symbolträchtiger hätte das Datum einer Operation der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) nicht sein können: Am Jahrestag der berüchtigten 9/11-Anschläge in den USA wurde im gesamten Bundesgebiet eine Groß-Razzia gegen etwa 20 Terrorverdächtige durchgeführt!
Im Visier standen nicht nur Wohnungen, sondern diesmal auch bereits verurteilte IS-Fanatiker. So durchsuchten im Auftrag der Staatsanwaltschaft neben Cobra-Elitepolizisten an Privatadressen im ganzen Land auch Justizwachebeamte in gleich zehn Haftanstalten die Zellen von Anhängern der islamistischen Mörderbande. Aktuell laufen die Einvernahmen durch den Staatsschutz auf Hochtouren.
Auch unzählige gefundene Handys und Computer müssen nun in den nächsten Wochen etwa nach geheimen Chats ausgewertet werden. Möglicherweise konnte durch den erfolgreichen Schlag ein weiterer mörderischer Terrorplan aus dem Gefängnis heraus in Österreich vereitelt werden.
Nahostkonflikt als Katalysator
Seit dem Hamas-Angriff auf Israel im vergangenen Oktober brodelt es in der gewaltbereiten islamistischen Szene. Immer mehr – vor allem Jugendliche in ihren Kinderzimmern – verfallen islamistischen Terrorfantasien. War es früher der „klassische“ Hassprediger in Moscheen, so radikalisieren sich die sogenannten „einsamen Wölfe“ vermehrt auf TikTok und anderen sozialen Medien.
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