Flammeninferno nahe der österreichischen Grenze in der Provinz Udine: Nach einem Blitzeinschlag geriet ein Waldbrand am Berg Cimadors mittlerweile völlig außer Kontrolle. Nun bitten die italienischen Behörden Kärnten um Hilfe – man braucht Löschwasser aus dem Weißensee.
„Wir arbeiten daran, das grenzüberschreitende Protokoll mit Österreich zu aktivieren, damit das Wasser zur Bekämpfung des Brandes aus dem Weißensee und nicht aus der weit entfernteren Adria stammt“, so Riccardo Riccardi, der Beauftragte für den Zivilschutz der Region Friaul Julisch Venetien. Am 19. August bereits war das Feuer durch einen Blitzeinschlag ausgebrochen, und vorübergehend konnte der Katastrophenschutz mit dem Einsatz von Hubschraubern den Brand auch unter Kontrolle halten.
Aufgrund der hohen Temperaturen und des starken Windes hat sich das Feuer jedoch in den vergangenen Tagen nun weiter ausgebreitet. Daran konnten auch drei Hubschrauber und zwei Löschflugzeuge nichts ändern. Nicht weniger als 300 Hektar Wald sind bereits zerstört, rund ein Dutzend Bewohner mussten ihre Häuser verlassen – und mittlerweile ist der Brand offiziell „außer Kontrolle“. „Der nächste Regenfall ist erst für Donnerstag angesagt – solange können wir nicht warten“, berichtet Riccardi.
Noch kein offizielles Ansuchen
Und so benötigt man nun dringend das Löschwasser aus dem Weißensee. Wie auch schon im Jahr 2022. Bis dato sei aber noch kein offizielles Ansuchen der italienischen Behörden eingetroffen. Im Fall der Fälle würde aber nach Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft jener Bereich des Weißensees, der von den Canadair-Löschflugzeugen als Aufnahmefläche genutzt wird, von Booten abgesperrt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.