Kebabstände in ganz Österreich im Fokus - die große Mehrheit arbeitet laut Finanzpolizei nicht gesetzeskonform – vor allem Schwarzarbeit und fehlende Registrierkassen wurden beanstandet. Zudem wurden Hygienemängel übelster Art bei drei Dönerläden im Land ob der Enns festgestellt. Auch in Linz? Die „Krone“ fragte nach.
Bei einer Schwerpunktaktion hat die Finanzpolizei – wie berichtet – Kebabstände in ganz Österreich genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: 221 Betriebe wurden kontrolliert, 33 davon in Oberösterreich. Die große Mehrheit arbeitete nicht gesetzeskonform – vor allem Schwarzarbeit und fehlende Registrierkassen wurden seitens der Beamten beanstandet. Bei drei Kebabständen herrschten zudem derart schlechte Hygienebedingungen, dass die Lebensmittelaufsicht verständigt werden musste. Zwei der drei Ekel-Dönerläden sollen in Oberösterreich beheimatet sein.
Im Vorjahr: Tonnen von Gammel-Spieße im Hinterhof
Linz ist diesbezüglich ein gebranntes Kind. Vor knapp einem Jahr waren – wie „Krone“-Leser wissen – bei einem Lebensmittelhändler in dessen Hinterhof Tonnen von Kebabspießen mit dem gefährlichen Salmonellen-Stamm Salmonella Enteridis entdeckt worden. Zum Glück rechtzeitig, so konnte bei keinem der Linzer Kebabläden, die er belieferte, kontaminiertes Fleisch nachgewiesen werden. Bereits Monate davor war das beliebte Fast Food in den Negativschlagzeilen, nachdem bei einem Test der Arbeiterkammer sechs von zehn Proben von zufällig ausgewählten Linzer Kebabständen Schimmel, Hefepilze und Darmbakterien aufwiesen. Grauslich!
Gesundheitsstadtrat beruhigt
Dieses Mal scheint Linz allerdings nicht betroffen, beruhigt FP-Gesundheitsreferent Michael Raml: „Unsere Lebensmittelaufsicht wurde seitens der Finanzpolizei nicht kontaktiert, was aber mit Sicherheit passiert wäre, hätte es sich bei den beanstandeten Kebabständen um welche in Linz gehandelt.“
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