Nachdem die ÖBB Hecken entlang der Lärmschutzwände in Krumpendorf gerodet und dadurch Brutplätze von Vögeln zerstört haben, will die Gemeinde nun neue Nistmöglichkeiten schaffen.
Im Juli wurden – wie berichtet – in Krumpendorf entlang der Lärmschutzwände am Südbahnweg Hecken und Fassadenbegrüner seitens der ÖBB radikal gerodet. Und das, obwohl solche Grünanlagen von zahlreichen Vogelarten während dieser Zeit als Kinderstuben für ihren Nachwuchs genutzt werden.
Nach Berichten der „Krone“ wurde das rigorose Vorgehen zwar eingestellt, dennoch waren bis dahin bereits Vögel vertrieben und Nistplätze zerstört worden. An den „bearbeiteten“ Stellen sind nun nur noch kahle Wände zu sehen.
Unsere Gemeinde legt großen Wert auf Naturschutz. Deshalb wollen wir auch mehrere neue Nistplätze für Vögel schaffen.
Gernot Bürger, Bürgermeister Krumpendorf
„Man sieht ganz genau, dass die Pflanzen, entgegen der Behauptungen der ÖBB, an den Lärmschutzwänden keine Schäden angerichtet haben“, sagt Bürgermeister Gernot Bürger.
Gutes tun im doppelten Sinn
Um den gefiederten Tierchen künftig alternative Brutplätze zu ermöglichen, hat sich die Gemeinde zum Ziel gesetzt, zehn Vogelhäuschen im gegenüberliegenden Albert-Peter-Pirkham-Park zu montieren. „Wir achten auf die Natur. Deshalb haben wir die Anschaffung der Vogelhäuser auch im Gemeinderat besprochen und beschlossen.“
„Die Nisthäuschen werden vom Verein pro mente hergestellt, somit bewirken wir mit dem Ankauf etwas Gutes im doppelten Sinn“, erklärt Gemeinderat Markus Steindl, der sich auch für den Stopp der Rodung eingesetzt hat.
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