Hubert Scheibl ist einer der bekanntesten Vertreter der abstrakten Malerei der Gegenwart. Seine Werke sind längst in großen Museen wie der Albertina Wien angekommen. Der gebürtige Oberösterreicher stellt nun in der Galerie 422 in Gmunden große Formate aus: Eine farbkräftige Meditation über die Selbstüberschätzung des Menschen.
Es ist der Übermut, der Größenwahn, der Ikarus zu hoch fliegen ließ – bis er stürzte. Hubert Scheibl (72) ist einer der wichtigsten Vertreter der österreichischen Gegenwartsmalerei. Als „Neuer Wilder“ ist er durchgestartet, heute sind seine meditativen Werke in großen Museen wie der Albertina zu Hause.
Brillante Inszenierung der knappen Geste
In der Galerie 422 aber gibt er ein „Heimspiel“: Der gebürtige Gmundner legt den Schwerpunkt auf die Serie „Ikarus“ (bis 24. August), mit der er über Vermessenheit und Selbstüberschätzung des Menschen nachdenkt. In großen Formaten lässt er Farbe „fliegen“, entwickelt sphärische Hintergründe, die zur Bühne für knappe gestische Formulierungen werden.
Trotz Abstraktion: Lässt man sich von den Bildern tragen, berühren sie im Innersten, regen zum Nachdenken an, reißen einen mit. Vor der Galerie hat Scheibl am Kopf der Traunbrücke noch zwei Skulpturen aufgestellt. So macht er klar, dass er auch in der Bildhauerei mitmischt.
Blick zur Biennale in Venedig
Im Herbst bringt die Galerie 422 den nächsten großen Namen: Ab 19. Oktober stellt Anna Jermolaewa, die Österreich auf der diesjährigen Biennale in Venedig vertritt, ihre Werke aus.
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