„Was soll ich sagen? Das war einfach nur deppert!“ – So rechtfertigte sich ein 28-jähriger Motorradlenker, der am Wochenende auf der Südsteirischen Grenzlandstraße innerhalb von 30 Minuten zweimal mit 200 km/h in die Radarfalle tappte. Seinen „Schein“ ist der los. Seine geleaste Yamaha konnte ihm aufgrund der Rechtslage nicht weggenommen werden.
Wie die Pressestelle der Polizei am Dienstag mitteilte, führten Beamte der Landesverkehrsabteilung bereits am vergangenen Freitag mit Kollegen der Polizeiinspektion Eibiswald routinemäßige Radarmessungen auf der Südsteirischen Grenzstraße (B69) in St. Oswald ob Eibiswald durch. Dabei konnten die Beamten kurz nach 14.15 Uhr einen Motorradlenker mit 196 km/h messen – erlaubt sind 100 km/h.
Zuerst 196 km/h dann 208 km/h
Damit aber nicht genug: Rund eine halbe Stunde später kam besagter Motorradfahrer retour und raste erneut an derselben Stelle mit 208 km/h ins Radar. Polizisten konnten den 28-jährigen Südsteirer mit einer Yamaha YZF1000 kurz darauf im Zuge einer Fahndung bei Soboth nahe der Kärntner Grenze anhalten und einer Kontrolle unterziehen. Dabei gab der 28-Jährige als Rechtfertigung kurz und knapp an: „Was soll ich sagen. Das war einfach nur deppert!“
„Das Motorrad konnten die Beamten aufgrund der geltenden Rechtslage und nach Rücksprache mit der örtlichen Bezirkshauptmannschaft nicht beschlagnahmen, weil es ein Leasingfahrzeug ist“, erklärte Polizeisprecher Markus Lamb. Die Polizisten nahmen dem 28-Jährigen jedoch den Führerschein vorläufig ab und er wird angezeigt.
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