Im März stürzte ein Fünfjähriger in Linz aus seinem Fenster im Kinderzimmer im vierten Stock in den Tod. Nun müssen sich seine Mutter (36) und ihr Freund (39) vor Gericht wegen grob fahrlässiger Tötung verantworten. Sie sollen zum Unfallzeitpunkt spazieren gewesen sein.
Am 3. März brach für eine kleine Familie in Linz die Welt zusammen: An diesem Nachmittag kletterte Dominik (5) in seinem Kinderzimmer zu einem Fenster hoch, dürfte sich dabei zu weit nach draußen gelehnt und das Gleichgewicht verloren haben – und stürzte aus dem vierten Stock in den Tod – die „Krone“ berichtete. Als die Mutter (36) vom Unfall ihres Sohnes erfuhr, brach sie zusammen.
Erwachsene während Unfall spazieren
Viereinhalb Monate später muss sie sich nun am Dienstag vor Gericht verantworten, gemeinsam mit ihrem Freund (39), der nicht der leibliche Vater des verunglückten Buben ist. Denn die beiden Erwachsenen sollen zum Zeitpunkt, als Dominik tödlich aus dem Fenster stürzte, spazieren gewesen sein.
Das wirft ihnen zumindest die Anklage vor. Die 36-jährige Mutter und ihr Freund sollen demnach die Tür des Kinderzimmers abgesperrt und dann etwa eine Stunde lang unterwegs gewesen sein. Das Fenster war aber offenbar nicht ausreichend gesichert. Daher lautet der Verdacht der Staatsanwaltschaft: grob fahrlässige Tötung. Den beiden Angeklagten drohen bis zu drei Jahre Gefängnis.
Es war der erste von heuer bereits drei Fensterstürzen in Oberösterreich. In Weyer und Niederthalheim überlebten die Kinder (18 Monate und vier Jahre) die Unfälle.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.