Frauen „ausgepeitscht“
Lkw-Fahrer schlug mit Gurt auf Migrantinnen ein
Ein Lastwagenfahrer hat in der norditalienischen Grenzstadt Ventimiglia 13 Migrantinnen afrikanischer Herkunft mit einem zur Peitsche umfunktionierten Ladegurt geschlagen. Die Frauen hatten sich im Anhänger seines Lastwagens versteckt, um nach Frankreich zu gelangen.
Der Vorfall ereignete sich auf einem Lkw-Parkplatz in Ventimiglia. Ein Video der brutalen Szene verbreitete sich rasch in den sozialen Netzwerken und löste in Italien große Empörung aus.
Mit Ladegurt auf Frauen eingeprügelt
Auf Aufnahmen ist zu sehen, wie der Lkw-Fahrer, der die 13 Frauen aus Eritrea im Anhänger seines Lastwagens entdeckt hatte, mit einem Ladegurt mit Stahlklemme auf sie losgeht und sie zum Aussteigen zwingt. Die Migrantinnen reagierten verängstigt.
Die Frauen waren kürzlich in Ventimiglia eingetroffen und wurden von der lokalen Caritas versorgt. Sie sollen einen Weg gesucht haben, um nach Frankreich zu gelangen.
Mann droht Anzeige
Die Polizei führt derzeit Ermittlungen durch, um den osteuropäischen Lkw-Fahrer zu identifizieren. Ihm droht eine Anzeige. „Hätte man ihn mit den Frauen an Bord erwischt, hätte man ihn in Frankreich wegen Beihilfe zur Migration anzeigen können. Doch die Weise, mit der er mit den Frauen umgegangen ist, ist absolut unannehmbar“, berichteten die italienischen Ermittler nach Angaben der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ am Dienstag.
Der Vizedirektor der italienischen Caritas, Paolo Valente, zeigte sich empört. „Das Video beeindruckt wegen der Verzweiflung der Frauen und der willkürlichen Gewalt des Lkw-Fahrers“, so Valente.








Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.