Buchautor und Landschaftsökologe Heinz Wiesbauer schildert die ungewöhnliche Flussgeschichte von Schwarza und Leitha.
„Die Schwarza und die Leitha sind spannende Flüsse. Sie zählen zwar nicht zu den ganz großen Gewässern, haben aber dennoch eine sehr interessante Nutzungsgeschichte“, erklärt Landschaftsökologe Heinz Wiesbauer, der sich in seinem neuen Buch „Von Schwarza und Leitha“ mit den Besonderheiten der beiden Flüsse beschäftigt.
So war die Leitha, die ihren Ursprung in Lanzenkirchen im Bezirk Wiener Neustadt mit dem Zusammenfluss des im alpinen Wildflusses Schwarza und der Pitten hat, über viele Jahrhunderte politisch bedeutsam. Während der Monarchie etwa stellte sie die Grenze innerhalb des Reiches dar – und war namensgebend für den österreichischen Teil „Cisleithanien“ und den ungarischen Teil „Transleithanien“ der Habsburgermonarchie.
Unter natürlichen Bedingungen fallen die untere Schwarza und die obere Leitha zeitweise trocken, da das Wasser im Kiesgrund verschwindet. Doch das Wasser ist damit nicht verloren, sondern reichert das Grundwasser an.

Landschaftsökologe Heinz Wiesbauer
Bild: zVg
Doch das versickerte Wasser sei damit nicht verloren, sondern reichert das Grundwasser an, schildert Wiesbauer. Die Mitterndorfer Senke ist das größte Grundwasservorkommen Mitteleuropas und für die Niederösterreicher als Wasserreservoir ein unglaublicher Schatz
Einblicke in Wasserbau
Der Autor zeigt zudem die Leistungen des Wasserbaus: So wäre die Gründung Wiener Neustadts ohne die Wasserentnahme aus der Leitha durch den Kehrbach nicht möglich gewesen. Aber auch andere Leistungen werden in seinem Buch aufgezeigt, etwa die Errichtung der Wiener Hochquellenleitung und des Wiener Neustädter-Kanals. Den Schwerpunkt bilden die Regulierungsmaßnahmen ab dem 18. Jahrhundert sowie die Revitalisierungsmaßnahmen der jüngeren Zeit.
Infos: www.heinzwiesbauer.at
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