Zum bereits 15. Mal bespielt Gerhild Illmaier mit eisenZ*ART (bis 2022 eisenerZ*ART) die Stadt am Fuße des Erzbergs. Auch heuer wieder bietet sie hochkarätige zeitgenössische Kunst in den geschichtsträchtigen Gebäuden in Eisenerz.
Mit Ona B. hat Illmaier heuer einen großen Fisch an Land gezogen. Die international tätige Malerin, Fotografin und Installationskünstlerin ist aktuell Artist in Residence in Eisenerz und erarbeitet mit ihrem Team ein Projekt, das ab 19. Juli im ehemaligen Tanzsaal zu erleben ist. „Being Oneironaut“ nennt die Künstlerin ihre „TRaumwelten“, die natürlich wieder ganz in Rot gehalten sind und bis 31. August laufen. Die Eröffnung geht um 18 Uhr über die Bühne mit einer Sound-Performance von Ona B. und Robert Michael Weiss sowie einer Einführung von Günther Holler-Schuster.
Spektakulär ist nicht nur die Installation von Ona B., sondern auch der Tanzsaal, den Fiona Tatschl gemeinsam mit ihrer Tante Gerhild Illmaier als neuen Veranstaltungsort adaptiert. Das lange als Kino bespielte Gebäude wird mit viel persönlichem Einsatz aus seinem Dornröschenschlaf geküsst.
Neben dem Tanzsaal gibt es aber noch weitere spannende Kulturschauplätze in Eisenerz, die eisenZ*ART mit Leben füllt. Der Gewerkehof aus dem 16. Jahrhundert, seit sieben Generationen im Besitz der Familie Illmaier, etwa beherbergt unter anderem die seit einem Jahr leer stehende „Barbarastub‘n“. Dort wird das Projekt „Des Artists chez nous“ Station machen, eine Art Residency für Künstler, die jeweils ein paar Tage in den Gästewohnungen verbringen und sich mit einer Performance, einem Konzert oder einem kleinen Projekt „revanchieren“. Einer der Künstler ist Harald von Munichthal, der eine Ausstellung in der „Barbarastub‘n zeigt. Ebenfalls bis Ende August.
Eine Ganztageswanderung der besonderen Art hat eisenZ*ART am 8. September im Programm. Die Kultur-Polsterlift-Tour beinhaltet nicht nur eine Fahrt mit dem legendären Polster-Sessellift, sondern auch Kulinarik und Begegnungen mit Musikern und Künstlern, die kleine Beiträge gestalten.
Fortgeführt wird auch die Auseinandersetzung mit dem Architekten Herbert Eichholzer. So soll der „Freiraum“ im von ihm geplanten Haus Brutmann im Rahmen der Ortskernbelebung zu einem Haus mit Künstlerwohnungen und einem Treffpunkt – umgeben von Eichholzer-Objekten – werden. Zudem wird im Herbst der Katalog zur Ausstellung „Blaupause“ über den Architekten präsentiert.
Im Spätherbst erfolgt noch eine weitere Präsentation: Da soll das von Klaus Kempenaars im Rahmen des Souvenir-Wettbewerbs erdachte Schnapskartenset aus Eisenerz vorgestellt werden.
Das Jahr beschließt dann die Ausstellung „Wir Klauberinnen“ von Karin Hojak-Talaber, die nach Eisenerz und Graz ab 15. November im KulturQuartier Leoben gezeigt wird.
Kultureller Markenbotschafter
„Für Eisenerz ist EisenZ*ART ein kultureller Markenbotschafter“, betont Bürgermeister Thomas Rauninger, der die Initiative wegen der angespannten Finanzsituation der Gemeinde vor allem mit Sachleistungen unterstützt. Ohne den persönlichen Einsatz von Gerhild Illmaier freilich sehe die Situation in der von Abwanderung stark gezeichneten Bergbaustadt noch schlimmer aus.
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