Mit einer bombastischen Show samt Feuerwerk und namhaften Stars wurde die elfte Ausgabe des Electric Love Festival beschlossen. Zigtausende Fans der elektronischen Musik und die Künstler feierten ausgelassen, am Salzburgring herrschte noch einmal allerbeste Stimmung.
„Sicherheit geht natürlich immer vor, aber ich freue mich sehr, dass meine Freunde und ich jetzt endlich feiern können“, sagt Fabian aus Salzburg. Gespannt hatte der 26-Jährige seit Samstagvormittag verschiedene Wetter-Prognosen verfolgt. Den letzten Tag des Electric Love Festivals (ELF) wollte er auf keinen Fall ins Wasser fallen lassen.
Ihm gleich taten es Zehntausende weitere Besucher des größten elektronischen Musikfestivals Österreichs. Sie stellten sich schon Stunden vor der offiziellen Öffnung des Festgeländes geduldig am Hauptbahnhof an, warteten auf Taxis und die offiziellen Shuttles zum Salzburgring. „Schlechtes Wetter ist mir vollkommen egal. Ich war insgesamt schon sechsmal beim ELF, davon hatten wir nur zweimal schönes Wetter. Irgendwie gehört das fast schon dazu“, nahm es Flo aus Deutschland gelassen.
Auch dem italienischen Electronic-Dance-Music-Trio Meduza hatte es die besondere Wetterlage angetan: „Das ist das erste Mal, dass wir in Salzburg auftreten. Beinahe hätte uns der erwartete Regen zwar einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber jetzt sind wir hier. Und ehrlich gesagt: Genau so ein Wetter macht den Sommer doch auch aus“, fasste es Mattia Vitale vom Trio Meduza zusammen. Die Italiener kreierten mit der Band One Republic und Leony den Song „Fire“, der zur offiziellen Hymne der Fußball-Europameisterschaft 2024 wurde.
„Ich habe große Freude, hier aufzutreten“
Auf der Musik-Streaming-Plattform „Spotify“ haben sie Aufrufzahlen in Milliardenhöhe und zählen zu den erfolgreichsten italienischen Musikern aller Zeiten. Ihr Erfolgsrezept scheint denkbar einfach: „Wir glauben immer noch daran, dass Musik die Menschen zusammenbringen kann. Das ist unser Antrieb und der Grund, warum wir überhaupt Musik machen. Außerdem ist es das schönste Feedback für uns.“
Der Auftritt beim ELF war für die Band tatsächlich ein lang gehegter Traum. „Ich verfolge auf Instagram schon lange Leute aus der Szene, die in Salzburg arbeiten. Und natürlich macht die Nähe zu Italien auch einen gewissen Reiz aus“, sagte Mattia Vitale.
Vor ihrem Auftritt am Samstag blieb das Trio, das wie in diesem Fall auch des Öfteren einzeln auftritt, auch beim ELF ihrem Ritual treu. „Wir beobachten circa zehn Minuten vor unseren Auftritten immer das Publikum. Das gibt uns einen guten Eindruck, wie die Leute in der Menge gerade drauf sind und wo wir sie abholen müssen“, so Vitale. Am Salzburgring wurde schnell klar: Große Mühe, die Stimmung zum Kochen zu bringen, hatten die Italiener nicht.
Jubel kannte keine Grenzen
Auch der britische Sänger John Newman genoss seinen allerersten Auftritt am Electric Love sichtlich. „Ich verfolge das Festival schon seit langer Zeit. Es ist mir eine große Freude, hier neben all den bekannten Namen, in dieser schönen Region und vor diesen tollen Fans aufzutreten. Österreich ist generell einer meiner Lieblingsorte“, sagt der 34-Jährige mit einem Lächeln.
Die gute Stimmung kannte bei den Anwesenden – egal ob Mitarbeiter, Besucher oder Künstler – am Finaltag sowieso keine Grenzen. Sie feierten, lagen sich in den Armen und brachten die Erde zum Beben.
Mit einer imposanten Show samt Feuerwerk wurde die elfte Ausgabe des Mega-Events in der Fuschlseeregion beschlossen. Doch mit dem Freudentaumel war es damit noch lange nicht getan. Bis drei Uhr in der Nacht ging die Riesenparty weiter, ehe die Bässe schließlich verstummten und die Feierlustigen den Heimweg antraten.
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