Vier tote Schafe, sechs Tiere werden noch vermisst. Das ist die Bilanz eines Wolfrisses auf einer Alm in Niedernsill. „Derzeit wird die DNA des Wolfs ausgewertet“, berichtet Hubert Stock, der Wolfsbeauftragte des Landes. Mit Ergebnissen wird in rund einer Woche gerechnet.
Um das Tier zum Abschuss freizugeben, muss aber nicht auf die DNA-Analyse gewartet werden. Denn mittlerweile reicht ein eindeutiges Rissbild für die Entscheidung. Damit sollen die nötigen Verordnungen schneller erlassen werden. Bereits in den nächsten Tagen wird entschieden, ob der Schadwolf per Verordnung gejagt und entnommen werden darf. Im neuen Wolfsmanagementplan wurden dafür Weideschutzzonen definiert. Dabei handelt es sich um Flächen, die nicht geschützt werden können. Im Niedernsiller Fall würde dies auch zutreffen.
So dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis es dem Wolf an den Kragen geht. Dieser wird auch mit zahlreichen Rissen im nahegelegen Tirol in Verbindung gebracht. Anfang Juni hatte ein Wolf in Rauris 23 Schafe getötet. Nach der Abschussfreigabe dauerte es nicht einmal einen Tag, bis das Tier geschossen wurde. Danach hat es in der Gegend keine Risse mehr gegeben. Für die Experten war das ein eindeutiger Beweis, dass es sich um das richtige Tier gehandelt hat. Die DNA-Analysen zum erlegten Tier stehen allerdings immer noch aus.
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