Wird Mautern bald von Krems abgeschnitten? Der „Krone“-Bericht über das drohende Aus für die Behelfsbrücke hat jetzt politisches Nachspiel. „Viele Betriebe haben in gutem Glauben enorme Summen investiert. Jetzt müssen genau sie um ihre Existenz bangen“, fordern die Neos nun Aufklärung vom zuständigen FPÖ-Verkehrslandesrat Udo Landbauer.
Eigentlich sollte bereits seit dem vergangenen Herbst gebaut werden. Aber noch muss die in die Jahre gekommene Donaubrücke in Mautern für den Auto- und Radverkehr herhalten – Lkw und Busse dürfen das marode Bauwerk ohnehin schon nicht mehr passieren. Wie berichtet, zieht der Denkmalschutz die Errichtung der neuen Flussquerung in die Länge.
Verzögerungen durch Denkmalschutz
Weil Teile der historischen Konstruktion erhalten werden müssen, soll das alte Bauwerk abgetragen und zwischengelagert werden. Und während der Arbeiten hätte eine Behelfsbrücke die Passage vom Nord- ans Südufer gewährleisten sollen. Doch genau diese Lösung ist jetzt in der Schwebe, wie Gastronom Nikolaus Saahs aufdeckte. Auf konkrete Antworten vom Land muss er trotz der Sorgen um seine Existenzgrundlage warten.
Nicht warten wollen die Neos und richten sich nun in einer Anfrage an FPÖ-Verkehrslandesrat Udo Landbauer. Sie wollen vor allem die Kosten für die Fähre als Brückenersatz wie auch die Ersatzbrücke wissen. Und: „Wurden die Betroffenen in der Region in die Entscheidungen eingebunden? Immerhin haben Betriebe im Vertrauen auf die Landesregierung und ihre Zusage hin investiert. Jetzt müssen diese um ihre Existenz bangen.“
Die Ersatzbrücke wurde den Tourismusbetrieben, Winzern und Bürgern versprochen. Sie können nicht jahrelang auf diese Lebensader verzichten!
Edith Kollermann, Neos-Verkehrssprecherin
Kritik an Fähre als Ersatzlösung
„Eine Fährverbindung zwischen 7 und 19 Uhr ist besser als nichts, geht aber an der Lebensrealität der Menschen in der Region vorbei“, kritisiert Kollermann, dass eine solche vielleicht touristisch Sinn macht, für Pendler und Studenten als Verkehrsmittel aber völlig ungeeignet sei.
Dem Vernehmen nach ließ das Land sogar noch außergewöhnlichere Lösungen wie etwa eine Seilbahn über die Donau prüfen. Unvorstellbar, dass eine solche Variante schon alleine wegen der Kosten ernsthaft in Betracht gezogen werden kann. Fakt ist jedenfalls: Die geplante Verkehrsfreigabe, die ursprünglich für 2026 anvisiert wurde, dürfte in weite Ferne gerückt sein.
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