Das Wifo prognostiziert, dass die Inflation in Österreich erst Mitte 2026 auf den Zielwert von 2 Prozent der Europäischen Zentralbank (EZB) sinken wird. Laut der aktuellen Inflationsprognose wird sich die Teuerung gegenüber 2023 von 7,8 Prozent in diesem Jahr auf 3,4 Prozent und 2025 auf 2,5 Prozent deutlich abschwächen. Trotz dieses Rückgangs wird Österreich voraussichtlich weiterhin zu den Ländern mit den höchsten Inflationsraten im Euroraum gehören.
Unter anderem sei die Lohnentwicklung mitverantwortlich für die in Österreich ab 2023 höhere Inflation als im Euroraum - wo die Tariflohnsteigerungen deutlich verhaltener ausgefallen seien.
Auch Preisindexierungen bei Mieten, Mobilfunktarifen oder Bankgebühren treiben die Teuerung im Bereich der Dienstleistungen an.
Reallohnanstieg von 4,2 Prozent
Für 2024 prognostiziert das Wifo einen Reallohnanstieg von 4,2 Prozent, sodass der Reallohnverlust der Pandemiejahre 2020 bis 2022 ausgeglichen wird. Der Fachkräftemangel stärke die Position der Arbeitnehmerseite in den Lohnverhandlungen, um ihre Forderungen durchzusetzen.
Für die Jahre 2025 bis 2028 erwartet das Wirtschaftsforschungsinstitut eine Verlangsamung des Reallohnzuwachses, da sich der Abstand zwischen der rollierenden Inflation als Grundlage der Lohnforderungen und der erwarteten Inflation im Folgejahr verkleinern wird.
Das Wifo rechnet in der Folge auch mit markant steigenden Lohnstückkosten, wenn auch in abnehmendem Tempo (2024: plus 8,1 Prozent; 2025: plus Prozent, 2028: plus zwei Prozent). Die Reallöhne pro Kopf dürften daher im Prognosezeitraum 2024 bis 2028 kräftiger wachsen als die Produktivität.
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