Zum Sommerstart glänzen Oberösterreichs Badegewässer erneut mit Spitzenwerten. Doch neu angesiedelte und nicht ganz unproblematische Lebewesen in unseren Seen sorgen für Aufregung.
Der Sommer kann jetzt offiziell kommen, denn von unseren insgesamt 43 EU-Badegewässer-Stellen konnten 39 mit „ausgezeichnet“ überzeugen und vier mit „gut“, somit wurde keine mit „mangelhaft“ bewertet. Das wurde von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit Linz Anfang Juni geprüft.
Die Überprüfung dient vor allem der Sicherheit. Wir haben in Oberösterreich schöne Badestellen und wollen, dass alle Menschen bedenkenlos baden können
Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder
Für einige Aufregung sorgen aber neu angesiedelte Lebewesen in unseren Gewässern. Unter anderem verbreitet sich die vom Ausland eingeschleppte Quaggamuschel in unseren Seen rasant. Nikolaus Schobesberger, Experte für Gewässergüteaufsicht, erklärt: „Wenn sie einmal da ist, bringt man sie nicht mehr weg, deshalb versuchen wir, zu verhindern, dass sie sich in all unseren Seen verbreitet.“
Denn diese Muschelart ist nicht ganz unproblematisch: „Zum einen wird in Zukunft unsere Fischpopulation darunter leiden, da die Quaggamuschel ihr die Nahrungsgrundlage wegfiltert. Zum anderen ist sie auch sehr scharfkantig, was zu mehr Schürfverletzungen führt“, so Schobesberger.
Die Quaggamuschel war ursprünglich in Zuflüssen des Schwarzen Meeres verbreitet. Nach Österreich verschleppt wurde sie durch Schiffs- und Bootsverkehr. Die etwa 40 Millimeter großen Muscheln heften sich meist an Steinen fest. Sie besiedelt bereits den Attersee, Traunsee, Mondsee und Feldkirchner Badesee.
Doch das ist nicht der einzige Neuzuzug in unseren Gewässern. Es lassen sich jetzt auch vermehrt Süßwasserquallen finden. Sie besitzen zwar auch Nesselzellen, allerdings nur für kleine Beute wie Insektenlarven. Deshalb kann sie der menschlichen Haut keine Schäden zuführen. Nachgewiesen wurde sie unter anderem schon im Pichlinger See und am Feldkirchner Badesee.
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