Ärger über Werkstatt

84 Euro für ein paar Sekunden Arbeit verlangt

Oberösterreich
20.06.2024 07:00

Man mag ja meinen, wer einen BMW fährt, bei dem sitzt das Geld locker. Das ist natürlich nicht so und das zeigt auch diese Geschichte von Andreas Huemer aus Oberösterreich. Der 60-Jährige aus Pinsdorf ist Notfallsanitäter und deshalb auch einiges gewöhnt, doch was er in einer Autowerkstatt erlebte, verursachte bei ihm akute Schnappatmung.

Alles begann damit, dass die elektronische Verriegelung seines vier Jahre alten BMW 318 defekt war, sich nicht mehr öffnen ließ. Also fuhr Huemer zur Autowerkstatt seines Vertrauens. „Mir wurde dann angeboten, nachdem ich keine Garantie mehr hatte, eine Kulanzanfrage bei BMW zu machen“, erzählt Huemer. Gesagt, getan. Ein Mitarbeiter setzte sich mit dem Autohersteller in München in Verbindung und nach einem längeren Telefonat erklärte man sich bereit, dass BMW 80 Prozent der Kosten übernehmen wollte.

Der kaputte Tankdeckel (Bild: Dostal Harald)
Der kaputte Tankdeckel

Rechnung kam wenige Tage später
„Die Arbeitszeit von rund 90 Minuten sollte aber ich zahlen. Da hab ich gesagt, dass ich mir es noch überlegen will“, so Huemer. Letztlich entschloss er sich dazu, den Tankdeckel von den Mechanikern mit Gewalt öffnen zu lassen und nicht auf BMW zu warten. „Das war eine Arbeit von fünf Sekunden, dann war es erledigt“, so der BMW-Fahrer. Für ihn war die Sache damit auch erledigt, er setzte sich ins Auto, fuhr nach Hause. Doch wenige Tage später dann die Überraschung in Form einer Rechnung über 84 Euro.

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Ich bin dort schon viele Jahrzehnte Kunde und kann das nicht einsehen. Notfalls hätte ich es auch auf eine Klage ankommen lassen.

Andreas Huemer zur „Krone“

 Fahrzeugdiagnose wurde verrechnet
„Die haben da das Diagnosegerät an mein Auto gehängt. Allerdings wurde mir nie gesagt, dass das etwas kostet und ich habe auch nie einen Auftrag unterschrieben“, ärgert sich der Pinsdorfer. Eine Beschwerde half auch nichts, also wandte sich Huemer an die „Krone“. Eine entsprechende Anfrage bei der Werkstatt blieb zwar unbeantwortet, aber der Chef meldete sich bei Huemer. „Ich muss jetzt nur die Hälfte zahlen“, sagt er. Der Ärger bleibt. „Ich bin dort schon viele Jahrzehnte Kunde. Notfalls hätte ich es natürlich auch auf eine Klage ankommen lassen.“

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